Energiewende

Verbände schmieden Bündnis gegen steigende Strompreise


Energiewende: Ihre Finanzierung stellt viele Betriebe vor Probleme. Foto: fotolia

Berlin. Im Kampf gegen die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Umlage) hat sich der Gesamtverband textil + mode Mitte Mai mit sechs weiteren Branchenverbänden, darunter die keramische und die Kunststoff verarbeitende Industrie, zusammengeschlossen. Sie vertreten 10.000 Unternehmen mit rund 2,5 Millionen Beschäftigten.

„Ziel ist es, zumindest einen Teil der EEG-Umlage, mit der die nötige Energiewende bezahlt werden soll, über Steuern zu finanzieren“, erklärt Wolf-Rüdiger Baumann, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands: „So ließe sich kurzfristig der Anstieg der Strompreise abmildern. Das würde Betriebe und Private entlasten.“

Beide zahlen 5,3 Cent Umlage pro Kilowattstunde. Das belastet besonders mittelständische Betriebe wie den Textilveredler Drechsel aus dem ostbayerischen Selb. Der 125-Mann-Betrieb zahlte im vergangenen Jahr über 120.000 Euro EEG-Umlage.

„Wird die Umlage in diesem Jahr angehoben, geht das an unsere Existenz“, sagt Geschäftsführer Bernd Drechsel. Der Verband will deshalb die Umlage generell vom Verfassungsgericht prüfen lassen. Das Verfahren kann jedoch Jahre dauern.

Mittlerweile stammt ein Viertel des Stroms aus erneuerbaren Energien. Tendenz steigend. Baumann: „2014 könnte die EEG-Umlage so auf bis zu 7 Cent klettern.“

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