Smartphone-Banking

Unterwegs mal eben Geld überweisen: Das geht – wenn man sehr vorsichtig ist


Geld her, aber dalli! So rabiat müssen Gauner heutzutage nicht mehr vorgehen, um Konten leer zu räumen … Foto: dpa

Berlin. Smartphones sind kleine Computer – damit bieten sie sich auch für Bankgeschäfte von unterwegs an. Machen kann man das. Sollte man aber lieber nur, wenn man sich im klassischen Online-Banking gut auskennt.

Einerseits kann man die Bank per Web-Browser besuchen. Oder aber mit Apps, die Banken für ihre Kunden anbieten. Diese Mini-Programme erlauben diverse Möglichkeiten: Kontostand prüfen, Überweisung ausführen, Geldautomat finden und so fort.

Um die Sicherheit der Banken-Apps muss man sich laut Ibrahim Karasu, Mitglied der Geschäftsführung des Bankenverbands, keine Sorgen machen. Aber: „Ist ein Gerät mit Viren verseucht oder wurde bereits eine Software installiert, die das Smartphone ausspioniert, dann ist natürlich auch das mobile Banking nicht mehr sicher.“

Über Virenschutz für schlaue Handys hat AKTIV kürzlich berichtet. Den Artikel lesen Sie hier.

Mobile Banker sollten außerdem vorsichtig sein, wenn sie ein freies WLAN nutzen: Dort können Daten leichter abgegriffen werden als im geschützten WLAN zu Hause.

Transaktionsnummern nicht mit dem gleichen Gerät empfangen

Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, sich stets zu fragen, ob die mobile Überweisung wirklich notwendig ist: Sicherer sei es, bis zu Hause zu warten.

„Wer mobiles Banking nutzt, der sollte regelmäßig seinen Kontostand überprüfen und starke Passwörter wählen“, rät Gärtner. Das heißt: Passwörter aus kleinen und großen Buchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen!

Frank-Christian Pauli vom Bundesverband der Verbraucherzentralen hat einen weiteren Tipp: „Erledigt man Bankgeschäfte per Handy, sollte man auf keinen Fall mit dem gleichen Gerät das mTAN-Verfahren nutzen.“

Denn dabei kommt die Transaktionsnummer (TAN) per SMS aufs Handy, was im klassischen Online-Banking ja recht sicher ist. Wer aber mobile bankt und die mTAN aufs gleiche Gerät bekommt, der hat alle Zugriffsdaten beieinander – das erleichtert Gaunern den Zugriff.

Einfacher Ausweg: ein zweites Handy nur für den mTAN-Empfang. Wenn man noch mit einer iTAN-Liste arbeitet (hier hat jede TAN eine Ordnungsnummer), sollte man diese Liste laut Pauli keinesfalls einfach mit dem Smartphone fotografieren und darin abspeichern – denn auch das erhöht das Risiko.

Sperrbildschirm und Fernwartung nutzen

Smartphone-Besitzer sollten sich außerdem grundsätzlich immer darüber informieren, wie sie ihr Gerät sichern können – etwa für den Fall, dass es gestohlen wird. Darum sollte beispielsweise stets ein Sperrbildschirm aktiviert sein. Und man sollte gespeicherte Daten möglichst per Fernwartung löschen können.

Mehr zum Thema Online-Sicherheit:

Geld überweisen, Kontostand abrufen & Co. – jederzeit, bequem und schnell: Die vielen Vorteile von Online-Banking liegen klar auf der Hand. Die Sicherheitsrisiken bekommen Sie in Griff, wenn Sie diese Tipps beachten.

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