Wachstum

Uns geht´s besser als 2006


Was sich seit dem "Sommermärchen" verändert hat

Rote Karte für jeden, der uns bis zum 11. Juli mit der Krise nervt.

Alles Gerede vom Kollaps der Weltwirtschaft soll bis zum WM-Finale in Soccer City, Johannesburg, in den Klängen der Vuvuzela-Fanfaren untergehen.

Moment mal: Gerede? Immerhin gab es in Deutschland im ersten Quartal noch mehr als 690.000 Kurzarbeiter, nach durchschnittlich 1,1 Millionen im Jahr 2009. Die Pleite der Lehman-Bank und der anschließende Auftragseinbruch für die Industrie schmerzt noch immer viele wie das üble Foul

eines unfairen Gegners.

In keinem anderen europäischen Land machen sich die Menschen mehr Sorgen um Arbeitsplätze, Inflation und Wirtschaftsleistung als in Deutschland, melden die Marktforscher von der Nürnberger GfK. Dabei konnten wir doch gerade auf diesen Gebieten punkten.

Weniger Arbeitslose, stabilere Preise und ein – wenn auch nur knapp – höherer Wohlstand als zum Start der Weltmeisterschaft 2006.

Diese Bilanz wäre auch im Stadion ein Traum: 3 : 0 für Deutschland!

Ein Fünftel mehr Fan-Artikel

Viel hat sich verändert seit dem Jahr des „Sommermärchens“, das mit Gammelfleisch-Skandalen und der Vogelgrippe begann.

Wer hätte es damals für möglich gehalten, dass ausgerechnet der Riesen-Jet A380, dessen Entwicklung sich verzögerte und Airbus schwer zu schaffen machte, die nächste deutsche Nationalelf zum Turnier nach Südafrika bringen würde?

Angenehme Überraschungen gab es seither sicher für viele Menschen im Land. Nicht nur für Michael Schumacher, den nach seinem damaligen Rücktritt wieder das Formel-1-Fieber gepackt hat.

Und wir sind jetzt im Fußball-Fieber. Wie sehr, das zeigt der Run auf die Fan-Artikel. Ein Fünftel mehr als 2006 wollen wir dafür ausgeben, so die Unternehmensberatung Cap Gemini. Die Vuvuzelas werden noch lange tönen.

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