Urlaub

Und nix wie weg!


Die schönsten Wochen des Jahres: So entspannen Sie sich richtig

Hamburg. Koffer gepackt, Wagen getankt, los geht’s. Mit Kind und Kegel in den lang ersehnten Urlaub. Endlich mal richtig abschalten. Stress raus, Spaß rein!

Braun gebrannt kommen die meisten zurück. Doch „die Erholung im Urlaub“, das ergab eine Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse, ist bei jedem Zweiten „schnell wieder verpufft“. An zu wenig Zeit zur Entspannung kann es nicht liegen: Mit 30 Urlaubstagen im Jahr liegen wir Deutsche im internationalen Vergleich ganz vorn. Und kein anderes Volk reist so gern durch die Welt, 127 Milliarden Euro haben wir allein im vergangenen Jahr dafür ausgegeben.

Immer erreichbar, ständig unter Strom

Doch was nützt das, wenn viele nicht lockerlassen können? Laut dem Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK verbringen sechs von zehn Berufstätigen auch im Urlaub Zeit mit der Arbeit. Das mag hier und da betrieblich nötig sein. Doch vielleicht macht man sich auch nur wichtiger, als man ist.

Kommt dazu noch ein schlechtes Urlaubs-Timing, wird es gefährlich, warnt Professor Michael Sadre-Chirazi-Stark, Psychologe und Chefarzt einer Hamburger Klinik: „Viele sind völlig am Limit, wenn es losgeht.“

Er erklärt: „Solange man schwer ackert, läuft das Immunsystem auf Hochtouren. Doch wenn der Druck dann im Urlaub plötzlich nachlässt, schwächeln die Abwehrkräfte – und man ist anfällig für Krankheitserreger.“ Der ausgewiesene Stress-Experte hat beobachtet: „Es steigt die Zahl der Urlauber, die krank zurückkehren.“ Er gibt fünf Tipps, wie man den Durchhänger danach verhindert und sich gut erholt:

• Langsam runterfahren

Nicht durchpowern, bis man im Auto sitzt und losfährt. Lieber ein paar freie Tage als Puffer einplanen. Dann kommt man schneller zur Ruhe, und die Erholung hält länger an.

• Längere Auszeit planen

Mindestens einmal im Jahr zwei Wochen wegfahren. Damit der Körper wieder seinen biologischen Rhythmus findet. Und übers Jahr verteilt ein paar verlängerte Wochenenden dazwischen streuen.

• Weniger vornehmen

Keine Sightseeing-Marathons und Fitness-Megapläne. Tun Sie das, worauf Sie spontan Lust haben. Etwa ein Buch lesen. Oder am Strand spazieren gehen.

• Auf die Kinder hören

Beim Familienurlaub ist reichlich Bewegung wichtig. Die Kleinen möchten was entdecken. Also: Am besten alle Mann raus in die Natur!

• Handy clever nutzen

Im Urlaub erreichbar zu sein, ist im Prinzip kein Problem. Wer aber ständig am Handy hängt, ist nie wirklich weg. Wichtige Telefonate landen zur Not auf der Mailbox. Sie entscheiden dann, wann Sie zurückrufen.

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