Schleppender Ausbau des Breitbandnetzes

Umfrage: Jeder zweite Mittelständler in NRW klagt über lahmes Internet

Es ist ein dickes Problem: In NRW hält jedes zweite mittelständische Unternehmen die Geschwindigkeit des Internets für „verbesserungswürdig“. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Umfrage von PricewaterhouseCoopers (PwC).

Netzausbau in NRW: 77 Prozent der Haushalte haben schnelles Internet. Foto: Deutsche Telekom AG

Netzausbau in NRW: 77 Prozent der Haushalte haben schnelles Internet. Foto: Deutsche Telekom AG

Düsseldorf. Lahme Leitungen, strapazierte Nerven: Jeder zweite Mittelständler in Nordrhein-Westfalen hält die Geschwindigkeit des Internets für „verbesserungswürdig“. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Demnach beklagen die kleinen und mittleren Unternehmen in NRW den schleppenden Ausbau des Breitbandnetzes. Das Ergebnis sei alarmierend, weil viele Unternehmen bereits in Digitalisierung investiert hätten und das auch weiter tun wollten, berichtet PwC. Rund 90 Prozent der Unternehmen sähen in der Digitalisierung für sich selbst eine Chance.

Ziel der Landesregierung ist der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets bis zum Jahr 2018 – und zwar mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit pro Sekunde.

Derzeit verfügen in NRW gut 77 Prozent der Haushalte über Turbo-Internet. Damit schneidet das bevölkerungsreichste Bundesland zwar besser ab als der Bundesdurchschnitt (71 Prozent), was an der guten Versorgung der Ballungsräume und Großstädte wie Köln und Düsseldorf liegt.

Auf dem Lande sieht es duster aus

Allerdings sieht es auf dem Lande deutlich schlechter aus: So kommen zum Beispiel Siegen-Wittgenstein lediglich auf 64 Prozent und der Kreis Olpe sogar auf nur 46 Prozent. Problem: In beiden Regionen gibt es eine starke Industrie. Und die ist aus Wettbewerbsgründen dringend auf schnelles Internet angewiesen.

Das Marktforschungsinstitut TNS Emnid hatte im Auftrag von PwC 400 Unternehmen in NRW nach Stärken und Schwächen des Bundeslands befragt – dabei ging es auch um die Themen Fachkräftemangel sowie Steuern und Abgaben.


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