Warum eigentlich …

… trotzen Windanlagen Jahrzehnte dem Meer?

Foto: dpa

Sie müssen jede Menge aushalten: Salzwasser, pralle Sonne, Treibgut, Stürme, meterhohe Wellen. Und doch sollen Offshore-Windanlagen ein Vierteljahrhundert dem Meer trotzen. Dafür benötigt ihr Stahl einen besonderen Schutzlack.

„Solchen Bedingungen widersteht nur ein Spezialsystem aus zwei verschiedenen Schichten“, erklärt Techniker Stefan Luipers von Hersteller Sika Deutschland in Vaihingen/Enz. Die eigentliche Rostabwehr bildet eine Grundschicht aus Epoxidharz direkt auf dem Stahl. „Die ist extrem hart, sehr robust und beständig. Der macht auch Eisgang nichts aus.“

Allerdings setzt das ultraviolette Licht der Sonne dem Kunstharz auf die Dauer zu. „Deshalb bewahren wir es mit einer zusätzlichen dünnen Schicht aus gelbem Polyurethan-Lack vor den schädlichen UV-Strahlen“, berichtet Luipers. „Sie ist mechanisch zwar nicht so robust. Zusammen ist der Schutz jedoch optimal.“

Übrigens: Insgesamt ist das Lacksystem auf dem Trägerstahl nicht mal einen Millimeter dick.


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