Arbeitsmarkt

Trotz Krise 2009 mehr Azubi-Plätze


Hessische Chemie zieht Bilanz – dieses Jahr Rückgang, aber weiterhin über Plan

Frankfurt. 2009 wurden in der deutschen Wirtschaft 7 Prozent weniger Ausbildungsplätze angeboten – doch in der hessischen Chemie-Industrie gab es einen Anstieg: um 1,4 Prozent auf 1.510. Das teilte der Arbeitgeberverband HessenChemie jetzt in Frankfurt mit.

Auch die Kunststoff-Verarbeiter, für die der Verband ebenfalls zuständig ist, bildeten intensiv aus: Sie erreichten mit 113 fast den Vorjahresrekord von 115. Beide Branchen setzen auf „Zukunft durch Ausbildung“: Der so betitelte Ta-rifvertrag von 2003 schreibt vor, wie viele Lehrstellen es mindestens geben soll – eine bundesweit einmalige Regelung.

Danach hätte die Zahl der Lehrstellen 2009 um 7 Prozent über dem Ausgangswert von 2003 liegen müssen. Tatsächlich waren es aber in der Chemie 17 Prozent und bei den Kunststoff-Verarbeitern sogar 80 Prozent mehr. Damit haben seit 2003 insgesamt 600 junge Menschen mehr einen Ausbildungsplatz erhalten als im Tarifvertrag vereinbart.

Die Zahl der Schulabgänger sinkt

2010 dürfte sich das Angebot abschwächen, in der Chemie von 1.510 auf 1.405 Plätze, wie eine Verbandsumfrage ergab. Auch das wäre mehr als versproche(siehe Grafik). Zudem sinkt 2010 auch die Zahl der Schulabgänger in Hessen, um 4 Prozent.

 

HessenChemie-Geschäftsführer Manfred Hoppe: „Die Ausbildung über den eigenen Bedarf hinaus wird vielerorts aufgrund der Wirtschaftskrise zurückgefahren.“ Allerdings beobachtet er auch dies: „Immer weniger junge Leute sind in der Lage, die anspruchsvolle Ausbildung ohne größere Schwierigkeiten zu bewältigen.“

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