Ausbildung

Top-Ingenieure für die Industrie


Der Fachbereich Produktionstechnik der Bremer Uni arbeitet seit 25 Jahren gegen den Ingenieur-Mangel

Bremen. Energie effizient nutzen, Ressourcen sparsam verwenden und die Umwelt schonen. „Den Ingenieuren mangelt es auch künftig nicht an Arbeit“, davon ist Professor Stefan Will überzeugt. Der Dekan des Fachbereichs Produktionstechnik der Universität Bremen hat klare Vorstellungen davon, welchen Aufgaben sich Naturwissenschaftler kommender Generationen stellen müssen. In Bremen werden sie auf diese Aufgaben bestens vorbereitet.

1.500 Studierende in 25 Fachgebieten

Seit 25 Jahren bildet die Uni Bremen in ihrem noch immer bundesweit einzigartigen Fachbereich Produktionstechnik junge Leute für die Erfordernisse und Anforderungen der Wirtschaft aus.

Heute zählt der Fachbereich in 25 Fachgebieten 1.500 Studierende. Will: „In 18 mit uns verbundenen Instituten forschen mehr als 400 Wissenschaftler. Gemeinsam haben wir allein im vergangenen Jahr knapp 50 Millionen Euro an Forschungsgeldern eingeworben.“

„Praxis“ und „Projekt“ sind die zentralen Schlüsselworte für die Lehre am Fachbereich. Kein Wunder: Die Professoren der ersten Stunde kamen aus der Industrie. Für sie hatte „Praxisbezug und Werkcharakter studentischer Übungsleistungen“ Vorrang.

Gütesiegel hilft im Wettbewerb

Der Erfolg gibt dem Bremer Konzept recht. So führt die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften gleich mehrere Bremer Lehrveranstaltungen in ihrer „Sammlung beispielgebender Projektarbeiten an Technischen Universitäten in Deutschland“ auf.

Die Studierenden verleihen dem Fachbereich Bestnoten. Und zuletzt gab es vom Fakultätentag für Maschinenbau und Verfahrenstechnik das „Gütesiegel für hohe Qualität in Lehre, Forschung und Organisation“.

Will: „Gerade in den Zeiten des zunehmenden Wettbewerbs um Forschungsmittel und Studierende hat diese Auszeichnung für uns einen hohen Stellenwert.“

Eine Schwerpunktaufgabe der Zukunft sieht Will vor allem in der Erhaltung der Lebensgrundlagen. Ein Beispiel: die Gewinnung von Trinkwasser aus dem Meer.

Info: Fachkräfte gesucht

Der Fachkräfte-Mangel nimmt in den kommenden Jahren dramatisch zu. Besonders Akademiker wie Lehrer, Naturwissenschaftler, Mediziner und Ingenieure werden gesucht.

Die Bundesregierung erwartet, dass schon von 2014 an bis zu einer halben Million Akademiker fehlen, vor allem Ingenieure. Eine aktuelle Mc-Kinsey-Studie geht davon aus, dass bis 2020 sogar 2,4 Millionen Fachkräfte fehlen.

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