Tipp der Woche

Tipps für den Auto-Verkauf – und für die Notlösung

So gibt’s Kies für die Karre

Wange Jahre hat es treue Dienste geleistet, aber irgendwann ist das auch beim solidesten Auto vorbei – und Sie wollen sich von ihm trennen. Doch was ist das gute Stück jetzt überhaupt noch wert? Und wie werden Sie es am besten los?

Eine Durchsicht der Annoncen in den Tageszeitungen gibt Ihnen schnell eine erste Übersicht über das derzeitige Preisniveau in Ihrer Gegend. Recht genau steht der Marktwert Ihres Gebrauchten in der bekannten Schwacke-Liste: Die aktuelle Ausgabe haben viele Autohändler und Werkstätten sowie manche öffentlichen Büchereien vorliegen.

Gutschein für eine Schwacke-Bewertung

Man kann den Wert auch berechnen lassen, dafür empfiehlt sich das Internet. Bei Schwacke (www.schwacke.de) kostet das 7,90 Euro. Manchmal aber auch nichts: Die Allianz verschenkt nun Gutscheine für die Schwacke-Berechnung (www.allianz-autowelt.de). Eine schnelle, aber etwas unpräzise Gratis-Auskunft gibt die DAT-Liste (www.dat.de/fzgwerte).

Um einen gewissen Verhandlungsspielraum zu haben, sollten Sie Ihren Wunschpreis etwas nach oben aufrunden. „Bei Fahrzeugen, die älter als fünf Jahre sind, gibt es in der Praxis wegen des unterschiedlichen Erhaltungszustandes sehr große Preisunterschiede“, erklärt ADAC-Fachmann Maximilian Maurer.

Meist zahlen Autohändler weniger als private Käufer. Dafür sparen Sie sich aber den Aufwand für Anzeigen und Probefahrten. „Außerdem sollte jeder ehrlich überlegen, wie viel Verhandlungsgeschick er hat“, betont Maurer, „denn es ist eine harte Branche, in der Unerfahrene leicht über den Tisch gezogen werden.“ Im Zweifel sollten Sie deshalb einen kompetenten Freund zum Verkaufsgespräch mitnehmen. Dann haben Sie auch gleich einen Zeugen für getroffene Absprachen. Anders sieht es aus, wenn Sie gleichzeitig einen Neuwagen kaufen wollen: „Derzeit zahlen viele Händler freiwillig mehr als den Marktwert, um Neuwagen-Kunden zu bekommen – vor allem bei sehr alten Autos kann dies lohnend sein“, sagt der ADAC-Mann.

Doch was, wenn das gute Stück eigentlich nichts mehr wert ist? Sind zuletzt noch teure Teile eingebaut worden, etwa eine neue Lichtmaschine, können Sie immerhin versuchen, dafür bei einem Schrotthändler ein paar Euro herauszuschlagen.

Entsorgung ist jetzt gratis

Kosten für die Entsorgung dürfen Ihnen allerdings auf keinen Fall mehr entstehen: „Jeder Hersteller ist seit Anfang 2007 gesetzlich verpflichtet, alle Fahrzeuge seiner Marke gratis zurückzunehmen“, erklärt Maurer.

Die nächstgelegene Rücknahmestelle sollten die Vertragshändler kennen. „Das Fahrzeug darf allerdings nicht ausgeschlachtet sein“, sagt Maurer, „sondern muss komplett abgegeben werden.“ Die Praxis zeigt: Bestimmte Teile, etwa das Radio, dürfen Sie oft trotzdem mitnehmen – natürlich nach vorheriger Absprache. Ist alles geklärt und das Auto abgegeben, bekommen Sie einen Verwertungsnachweis: Damit können Sie den alten Wagen dann endgültig abmelden.


Info: Virtuelle Automärkte

Für eine Annonce, die Millionen von Menschen erreichen kann, müssen Sie keinen Cent ausgeben: Im Internet gibt es auf dem Gebrauchtwagenmarkt spezialisierte Portale, dort können Privatleute gratis inserieren. Dabei werden viele technische Details automatisch abgefragt. Zu den Marktführern zählen: www.autoscout24.de und www.mobile.de

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