IdeenExpo I

Technik zum Anfassen


So warb unsere Branche auf dem Messegelände Hannover für Technik-Berufe

Das „größte Klassenzimmer der Welt“ hat bei seiner dritten Auflage alle Rekorde gebrochen: Hunderttausende Besucher kamen vergangene Woche zur IdeenExpo; 200 Aussteller, 500 Mitmach-Exponate und 600 Workshops machten Technik zum Erlebnis. Mittendrin: Niedersachsens Metall- und Elektro-Industrie.

Hannover. Überall summt und surrt und brummt und klickert es. Da kann Tobias (11) schon mal den Überblick verlieren. Gut, dass es den „Perspektivensteiger“ gibt!

„Willkommen zur einzigen ver­tikalen Besucherführung auf der IdeenExpo“, sagt sein Gastgeber, der angehende Wirtschaftsingenieur Moritz Dorau. Er assistiert auf Europas größter Technik-Schau für  Jugendliche am Stand des Arbeitgeberverbandes NiedersachsenMetall – und reicht seinem jungen Gast einen Sicherheitsgurt. Mit einer zur Aussichtsplattform umfunktionierten Hebebühne lässt sich Tobias nach oben fahren. Wow!

Deutschlands größter Industriezweig

Aus gut sechs Metern Höhe sind sie gut zu erkennen: die  fünf Themenwelten „Energie“, „Leben & Umwelt“, „Kommunikation“, „Mobilität“ und „Produktion“. Ein Touchscreen liefert dem jungen Technik-Freund Informationen zu einzelnen Ausstellern. „Irgendwas mit Mathe oder Technik“ will er ja mal beruflich machen. Was genau, weiß er noch nicht. Um das herauszufinden, dafür ist er hier, auf dem Messegelände von Hannover.

 

Mehr als 50 der insgesamt 200 Aussteller auf der IdeenExpo präsentieren die Vielfalt der Berufe von Metall und Elektro, Deutschlands größtem Industriezweig. An fast jedem Stand sind die überwiegend jungen Besucher zum Mitmachen und Mitdenken aufgefordert. Wie funktioniert eine Brennstoffzelle? Wie fühlt es sich an, ein Raumschiff zu steuern? Wie baut man Windparks? Woher weiß die Sortieranlage, welche Gegenstände aus Plastik sind und welche aus Metall?

„Toll, ich kann alles ausprobieren“

Der Stand von NiedersachsenMetall ist mit 500 Quadratmetern einer der größten. Technik erlebbar zu machen, steht auch hier im Mittelpunkt. Auf dem „MotionFloor“, einer interaktiven Bewegungsfläche, lassen sich Leuchtbuchstaben per Körperbewegung über den Fußboden jagen. Prominenter Gast vor Ort: Bundespräsident Christian Wulff.

Nebenan kann man im „Talent Camp“ mit Metallsäge und Lötkolben einen Postkartenhalter basteln oder den Namen in ein Schmuckstück stanzen.

NiedersachsenMetall war an der Entwicklung der IdeenExpo maßgeblich beteiligt. Inzwischen sind viele Besucher schon Stammgäste – etwa Jonna (9), die zum zweiten Mal mit ihrer Großmutter angereist ist. Sie ist noch ein bisschen jung für die Berufswahl, aber nicht für Technik-Begeisterung: „Toll, dass ich hier alles ausprobieren kann“, sagt sie.

Das sieht Jan (12) ganz ähnlich: „Naturwissenschaften sind mein Ding.“ Auch er war schon beim letzten Mal dabei, und er will jetzt „mal gucken, was es diesmal Neues gibt“.  Mit der 3-D-Brille auf der Nase manövriert er am Stand von NiedersachsenMetall ein Raumschiff durch virtuelle Objekte hindurch – bis es mit einem kollidiert. „Ich sollte“, sagt er und grinst, „unbedingt was Bodenständiges machen.“

Sara Reinke

 

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