Deutlich mehr in der Geldbörse

Tarifentgelt in der Metall- und Elektro-Industrie steigt weiter

In der Schlüsselindustrie Metall und Elektro arbeiten so viele wie lange nicht mehr: 3,85 Millionen Menschen. Im April steigt das tarifliche Entgelt erneut – es liegt jetzt fast 5 Prozent höher als vor einem Jahr.

Gut gefüllt: Im Schnitt verdienen Metaller mehr als 4.200 Euro. Foto: Straßmeier

Gut gefüllt: Im Schnitt verdienen Metaller mehr als 4.200 Euro. Foto: Straßmeier

Berlin/Wiesbaden. Dass die Inflationsrate zuletzt etwas anzog, können Beschäftigte der Metall- und Elektro-Industrie (M+E) relativ gelassen sehen: Im April steigen ihre Tarifentgelte erneut – dann ist das Monatsbrutto fast 5 Prozent höher als vor einem Jahr.

Im vorigen Sommer gab es ein Plus von 2,8 Prozent, dazu kommen nun noch mal 2,0 Prozent. Vergleicht man den April 2017 mit dem April 2016, ergibt sich also ein Zuwachs von insgesamt 4,86 Prozent. Der Tarifvertrag läuft noch bis Ende Dezember. Betriebe, die derzeit in der Klemme stecken, können bei den Tarifpartnern beantragen, die Entgelterhöhung bis Juli zu verschieben.

Wie gut die Löhne im wichtigsten Industriezweig sind, zeigen auch die Daten des Statistischen Bundesamts. Demnach lag der durchschnittliche Monatsverdienst vollzeitbeschäftigter M+E-Mitarbeiter schon vor der aktuellen Erhöhung bei mehr als 4.200 Euro (wobei auch nicht tarifgebundene Betriebe in diese Statistik eingehen, Sonderzahlungen dagegen nicht).

Davon profitieren so viele wie lange nicht mehr: M+E-Betriebe beschäftigen 3,85 Millionen Menschen. „Seit der Beschäftigungswende im März 2010 zählt die M+E-Industrie per saldo 406.200 zusätzliche Arbeitsplätze“, so der Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

Die Produktion legte 2016 um 1,6 Prozent zu. Für 2017 erwartet man „etwas niedrigeres Wachstum“. Schon, weil die Feiertage so liegen, dass es weniger Arbeitstage gibt. Dazu kommt politische Unsicherheit, Stichworte: Trump, Brexit. Und dass die Löhne stärker zulegten als die Produktivität, macht es den Betrieben nicht leichter: 2016 stiegen die Lohnstückkosten laut Gesamtmetall um 1,2 Prozent – „das geht zulasten der Wettbewerbsfähigkeit“.


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