So wird hierzulande gearbeitet

Tag der Arbeit: Zehn Fakten zum 1. Mai

Vollzeit, unbefristet, 35-Stunden-Woche: So sieht es aus, das typische Arbeitsverhältnis. Der 1. Mai, Tag der Arbeit, ist ein guter Grund, sich über diese und weitere Fakten zu freuen, etwa in Sachen Familienfreundlichkeit.

Frauen im Job: Viele nutzen die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten und sich um Kinder zu kümmern. Foto: Mauritius

Frauen im Job: Viele nutzen die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten und sich um Kinder zu kümmern. Foto: Mauritius

München. Ein langes Wochenende, auf das sich viele freuen: Der 1. Mai, Tag der Arbeit, beschert es uns. Ein Anlass für AKTIV in Bayern, einige wichtige Infos rund um das Thema Beschäftigung zusammenzustellen.

Rekordbeschäftigung

Zuletzt lag die Zahl der Erwerbstätigen in Bayern bei 7,3 Millionen, es gab 5,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Ein historischer Rekordwert!

Fachkräfte gesucht

Zwischen 2005 und 2016 reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 2,2 Millionen. Erfolg gibt es auch beim Abbau der Langzeitarbeitslosen: Ihre Zahl verringerte sich seit 2005 von 1,76 Millionen auf rund 993.000.

Starkes Sprungbrett

Der Niedriglohnsektor ist eine wichtige Brücke für Arbeitslose und zugleich Chance zum Aufstieg: Mehr als die Hälfte schafft dadurch den Job-Einstieg. Einem Viertel der auf dieser Basis Beschäftigten gelingt binnen eines Jahres der Sprung in eine höhere Einkommensgruppe.

Wenig Zeitarbeit

Nur 2,8 Prozent der Erwerbstätigen sind Zeitarbeiter. Diese arbeiten meist in Vollzeit (78 Prozent) und unterliegen dem gleichen arbeits- und sozialrechtlichen Schutz wie andere Beschäftigte. Ihre Bezahlung richtet sich zu fast 100 Prozent nach Tariflohn.

Festanstellung die Regel

Gut neun von zehn Erwerbstätigen haben unbefristete Jobs. Selbst neue Kollegen bekommen in der Privatwirtschaft eher unbefristete Verträge (60 Prozent). Ganz anders im öffentlichen Dienst: Lediglich 40 Prozent der Neueinstellungen erfolgen hier unbefristet, in der Wissenschaft sogar nur 13 Prozent.

Niedrige Wochenarbeitszeit

35,2 Stunden arbeiteten die Deutschen 2015 im Schnitt pro Woche. Die Wochenarbeitszeit ist hier seit vielen Jahren nahezu konstant – und niedriger als im europäischen Durchschnitt (37,1 Stunden).

Arbeitszeit für M+E-Branche konstant

Die tarifliche Wochenarbeitszeit für die Metall- und Elektroindustrie (M+E) beträgt seit 1995 unverändert 35 Stunden. Bis 1985 waren 40 Stunden die Regel, danach weniger, ohne Einbuße beim Lohn.

Vollzeit ist die Regel

Gut jeder vierte Erwerbstätige arbeitete 2014 in Teilzeit (27 Prozent). Bei den Frauen entschieden sich knapp die Hälfte für einen Teilzeitjob (47 Prozent).

Familie geht vor

87 Prozent der Frauen, die in Teilzeit arbeiten, reduzieren freiwillig ihre Stunden. Als Gründe nennen sie die Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen (29 Prozent) sowie familiäre oder persönliche Verpflichtungen (21 Prozent).

Teilzeitwunsch erfüllt

80 Prozent der Frauen in Teilzeit sind mit ihrer Arbeitszeit zufrieden. Insgesamt ist der Anteil aller unfreiwillig Teilzeitbeschäftigten von 23 Prozent im Jahr 2008 auf 15 Prozent im Jahr 2014 zurückgegangen.


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