Wissenschaft

Super-Auge für Forschung


Wüsten-Ei: Das Teleskop kostet 100 Millionen Dollar. Foto: submm.org

In Chile entsteht das größte Ferninfrarot-Teleskop der Welt

Köln. Sie schauen in ferne Galaxien, beobachten Sterne am Rande des Universums. Und werden dafür von ihrem Arbeitgeber in die Wüste geschickt …

Die Universitäten Köln und Bonn bauen mit Partnern aus Amerika das größte Ferninfrarot-Teles-kop der Welt. In Chile. Mitten in der Atacama-Wüste. Auf 5.600 Metern Höhe.

Optimale Sichtverhältnisse

Das Teleskop biete den Wissenschaftlern neue Möglichkeiten, die Entstehung von Sternen in der Milchstraße und fernen Galaxien zu beobachten, sagt Professor Jürgen Stutzki vom Physikalischen Institut der Uni Köln. Die Deutschen liefern unter anderem die Antennen für die hochempfindliche Anlage.

Das Teleskop soll einen Durchmesser von 25 Metern haben und 100 Millionen Dollar kosten (umgerechnet 77 Millionen Euro). 10 Millionen Dollar steuern die beiden rheinischen Hochschulen bei. Spätestens in fünf Jahren wird es fertig sein, so der Plan.

Aber warum in Chile? In der Wüste haben die Wissenschaftler optimale Bedingungen. Zum einen wegen des trockenen Klimas, zum anderen wegen der absoluten Dunkelheit in der Nacht. Schon jetzt sind Kölner Forscher ständig in Chile, untersuchen Sterne und Planeten mit einem kleineren Teleskop.

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