Gemischte Teams in der Arbeitswelt

Studie: Unternehmen setzen auf kulturelle Vielfalt

Erfolg: Hydro Aluminium setzt auf gemischte Teams. Foto: Werk

Köln. Zunehmend wirbt die Wirtschaft um Mitarbeiter aus aller Welt. Es geht nicht allein darum, schlichtweg die „Fachkräfte-Lücke“ zu schließen. Eine neue Studie macht klar: Betriebe, in denen Beschäftigte mit und ohne Migrationshintergrund im Team zusammenarbeiten, sind erfolgreicher!

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hatte 1.542 Firmen anonym befragt. Fazit von IW-Expertin Andrea Hammermann: „Wir haben herausgefunden, dass Unternehmen, die auf kulturelle Vielfalt setzen, deutlich innovativer sind als andere.“

Der Studie zufolge fördert gut die Hälfte aller Firmen in Deutschland ganz bewusst die kulturelle Vielfalt in ihren Häusern. Bei Betrieben mit 250 und mehr Mitarbeitern sind es sogar 83 Prozent. Die Innovationskraft zu stärken, ist dafür der wichtigste Beweggrund, aber nicht der einzige. Weitere Motive: die Attraktivität für Fachkräfte steigern, Konflikten vorbeugen, Märkte im Ausland erschließen oder das Image verbessern.

Mit unterschiedlichen Strategien verfolgen Betriebe ihre Ziele. Vor allem größere Unternehmen haben mittlerweile eigene Abteilungen für „Diversity Management“ eingerichtet. Maßnahmen auch von kleineren Betrieben sind Schulungen zur interkulturellen Kompetenz, Austauschprogramme, Mitarbeiter-Netzwerke oder der Einsatz von gemischten Teams.

„Ein Team ist erfolgreicher, wenn Perspektiven verschiedener Mitarbeiter zum Tragen kommen“, so Professor Joachim Deppe, Personalleiter des Alu-Verarbeiters Hydro Aluminium Rolled Products im rheinischen Grevenbroich. „Da spielt die Vielfalt von Nationalität, Alter und Geschlecht eine große Rolle.“

Um das Miteinander zu fördern, geht die Wirtschaft unterschiedliche Wege. Der Chemiekonzern BASF hat unter anderem das Programm „Global Family“ entwickelt, ein internationales Austauschprogramm für Mitarbeiter-Kinder. Beim Autobauer Ford gibt es ein „Diversity-Training“ für alle. Und bei Daimler setzt das Netzwerk „Türk-Treff“ Impulse für die Unternehmensentwicklung.


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