Leserfrage

Steuererklärung: Was tun, wenn das Finanzamt bummelt?

Horst S. aus Rödental: Eine Frage, die sicherlich auch viele weitere Leser interessiert: Was sind „zumutbare Bearbeitungszeiten“ der Finanz­ämter? Und welche Möglichkeiten haben die Steuerzahler, sich zu wehren?

AKTIV: Tatsächlich gibt es keinerlei verbindliche Fristen, die das Finanzamt bei der Bearbeitung einer Steuererklärung einhalten muss. Das sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Dessen Erhebungen zeigen, dass die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich sind: Sie liegen zwischen 37 und 65 Tagen.

Klocke empfiehlt, nach Abgabe der Erklärung sechs Monate zu warten. Ist dann noch kein Steuerbescheid da, kann man einen Untätigkeitseinspruch einlegen: als formloses Schreiben, in dem man die Behörde ausdrücklich auffordert, die Steuererklärung zu bearbeiten. Erfahrungsgemäß reagieren Finanzämter darauf!

Theoretisch könnte man als nächsten Schritt Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen. Oder gar wegen Untätigkeit des Finanzamts klagen – da sollte man sich aber rechtlich beraten lassen.


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