Tipp der Woche

Steuererklärung 2008: Holen Sie sich jetzt Ihr Geld zurück!


Der Fiskus beteiligt sich auch an Kita-Kosten und Handwerker-Löhnen

Dieser Tage flattert sie uns wieder aus dem Lohnbüro ins Fach: Die Steuerbescheinigung fürs vergangene Jahr. Achtung: Wer diesen unscheinbaren Zettel kurzerhand in die Tonne kloppt, zerreißt praktisch einen Scheck!

Denn die meisten Arbeitnehmer bezahlen im Laufe eines Jahres zu viel Steuern. Nun gilt es, sich dieses Geld auf Euro und Cent zurückzuholen.

Riester-Rente nicht vergessen

„Wir empfehlen, immer eine Steuererklärung abzugeben, um kein Geld zu verschenken“, betont Isabel Klocke, Expertin für Steuerrecht beim Bund der Steuerzahler, „und dabei sollten die Krankenkassenbeiträge nicht vergessen werden.“

Wie bitte? Was hat denn die Krankenkasse mit der Steuer zu tun? Ganz einfach: Die Beiträge können die Steuerlast mindern. Das gilt auch für andere Vorsorgeaufwendungen, etwa die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Zusätzliche private Altersvorsorge, zum Beispiel das Sparen für eine Riester-Rente, zahlt sich ebenfalls steuerlich aus.

Im Detail ist das allerdings manchmal ziemlich knifflig. Nicht nur hier können dann PC-Programme helfen, die vom Nutzer Schritt für Schritt alle nötigen Angaben abfragen und auf Wunsch solide Erklärungen und zahlreiche Tipps liefern. Ob so ein Programm nun „Steuer-Spar-Erklärung“ oder „Taxman“, „Wiso-Sparbuch“ oder „Quicksteuer“ heißt: Achten Sie darauf, die  Software-Version fürs Steuerjahr 2008 zu erwerben!

Wobei die Spielregeln weitgehend die alten sind: „Für normale Steuerbürger hat sich im Vergleich zu 2007 wenig geändert“, weiß Klocke.

Noch vergleichsweise neu und oft noch ungenutzt sind diese beiden Steuer-Senker:

  • Kosten für die Kinderbetreuung, also zum Beispiel der Kita-Beitrag, sind in gewissen Grenzen absetzbar. Eine Tagesmutter sollte deswegen nur übers Konto bezahlt werden.
  • Per Überweisung bezahlte Löhne für Handwerker im Haus senken die Steuerschuld. Hat der Vermieter den Schornsteinfeger bezahlt, kann jeder Mieter eine Bescheinigung über seinen Anteil verlangen – und ihn steuerlich absetzen.

Arbeitsweg eintragen

„Alles wie gehabt“ ist dagegen die Parole bei der Pendlerpauschale: Nach dem Urteil des Verfassungsgerichtes wird der Weg zur Arbeit wieder voll berücksichtigt – jeder Kilometer der einfachen Wegstrecke gilt fürs Finanzamt.

Ob und wie viel Geld das nun bringt, hängt von der Länge des Weges ab. Und davon, ob es 2008 noch andere Werbungskosten gab: für einen beruflich bedingten Umzug etwa oder für eine Weiterbildung.

Info: Günstige Hilfe im Papierkrieg

Wer schon beim Anblick der Formulare das kalte Grausen kriegt, sollte den Kampf mit dem Fiskus ruhig mit professioneller Hilfe führen – die muss aber nicht etwa gleich vom Steuerberater kommen: Bundesweit bieten rund 300 Lohnsteuerhilfevereine ihre Dienste an. Die Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag, der oft nach dem Einkommen gestaffelt ist. Vereine in Ihrer Nähe finden Sie über die Internet-Portale der beiden Dachverbände: www.bdl-online.de und www.nvl.de

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