Warum eigentlich …

… steigt der Blutdruck im Winter?


Dass der Blutdruck im Winter steigt, hat einen guten Grund. Foto: fotolia

 

 

Man spürt ihn nicht – doch zu hoher Blutdruck ist gefährlich und zählt in den Industrieländern zu den häufigsten Erkrankungen. Was viele nicht wissen: Die Werte sind im Winter in der Regel höher als im Sommer.

 

 

 

„Sinken die Temperaturen, verengen sich die Gefäße und somit steigt der Druck“, erklärt Yacob Teclemariam Tewolde, Kardiologe und Betriebsarzt bei Roche Diagnostics in Mannheim, das Phänomen. Die kalte Jahreszeit ist deshalb besonders risikoreich.

 

 

 

„Je höher der Blutdruck, umso mehr muss unser Herzmuskel arbeiten, um den Körper mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen“, so der Gesundheitsexperte. Ein dauerhafter Wert über 140/90 schädigt etwa Herz und Gefäße und kann zur Gefäßverkalkung, zum Schlaganfall oder Herzinfarkt führen.

 

 

 

Besonders Diabetiker sollen regelmäßig ihren Blutdruck messen: „Etwa 20 Prozent der Typ 1-Diabetiker und 75 Prozent der Typ 2-Diabetiker haben einen erhöhten Blutdruck. Diese Kombination steigert das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und der Nieren erheblich“, sagt Teclemariam Tewolde.

 

 

 

● Gut zu wissen: Viele Apotheken bieten eine kostenlose Blutdruck-Messung an.

 

 

 

 

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