Tipp der Woche

Starthilfe


Endlich erwachsen: Schön, wenn dann genug Geld da ist – zum Beispiel für den Führerschein. Foto: fotolia

Wie man Geld für den Nachwuchs zurücklegt

Kinder werden größer –  und ihre Wünsche teurer: der Führerschein, eventuell ein kleines Auto. Ein Jahr im Ausland? Und vielleicht sogar ein Studium ...

Solchen finanziellen Kraftakten kann gelassener entgegensehen, wer schon früh regelmäßig Geld für die lieben Kleinen zurücklegt.

Verschiedene Möglichkeiten

„Vor der Entscheidung für eine bestimmte Geldanlage sollte man sich grundsätzlich fragen, wann das Kind das Geld bekommen soll – und ob man in der Zwischenzeit Zugriff auf das angesparte Kapital haben möchte“, erklärt Niels Nauhauser, Finanz-Experte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Wer sicher ist, das für den Nachwuchs gedachte Geld nie selbst zu benötigen, der kann es direkt auf den Namen des Kindes anlegen. Das spart nämlich in vielen Fällen Steuern.

Nauhauser empfiehlt generell folgende Spar-Varianten:

Tagesgeld

Egal, ob kurz- oder langfristig: Hier ist das Geld sehr sicher angelegt. Aktuell sind 50.000 Euro, ab Anfang 2011 sogar 100.000 Euro gesetzlich garantiert. Am besten richtet man ein separates Konto für den Spar-Zweck ein und überweist dann regelmäßig per Dauerauftrag.

Man kommt jederzeit an das Geld heran, die Kontoführung ist normalerweise gratis und die variable Verzinsung deutlich besser als beim klassischen Sparbuch (das sich inzwischen oft als „Sparkarte“ tarnt). „Man kann jederzeit die Bank wechseln, wenn ein anderes Institut dauerhaft bessere Zinsen zahlt“, betont Nauhauser.

Banksparplan

Auch hier gilt: Das Geld ist sehr sicher angelegt, die Kontoführung normalerweise kostenlos. Wer durchhält, wird am Ende der vereinbarten Laufzeit meist mit einem Bonus belohnt: Damit ist die Gesamtverzinsung oft besser als beim Tagesgeld oder den Bundesschatzbriefen.

Dafür kommt man allerdings normalerweise gar nicht oder nur nach Ablauf von bestimmten Kündigungsfristen an das angesparte Geld heran. „Wer vorzeitig kündigt, der verliert außerdem den Bonus“, sagt Nauhauser.

Feste oder variable Verzinsung

Die Verzinsung wird bei vielen Banksparplänen am Anfang für die gesamte Laufzeit festgelegt: Ärgerlich, wenn die Marktzinsen in späteren Jahren wieder ansteigen.

Wer also heute mit künftig steigenden Zinsen rechnet, wählt einen Banksparplan, bei dem der  Zinssatz regelmäßig an die jeweilige Marktlage angepasst wird.

Fondssparplan

Hier locken zwar hohe Renditen – aber bei entsprechend hohem Risiko! Fonds sind grundsätzlich eher für eine langfristige Geldanlage geeignet – und nichts für Anfänger. „Wer sich ein wenig auskennt, kann aber gut auf einen weltweit investierenden Indexfonds mit niedriger Verwaltungsvergütung setzen“, rät Nauhauser.

Info: Versicherung lohnt sich nicht

Mit einer „Ausbildungsversicherung“ spart man für die Ausbildung eines Kindes und kauft gleichzeitig einen Todesfallschutz für den erwachsenen Beitragszahler. Der ist aber sehr niedrig – und außerdem überflüssig, wenn die Eltern schon anderweitig versichert sind.

Wegen der hohen Abschlusskosten bringen die Produkte zudem nur eine sehr geringe Rendite. Verbraucherschützer raten daher von solchen Policen ab.

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang