Konjunktur-Daten

Starker Export sorgt in der Chemie-Branche in Baden-Württemberg für mehr Umsatz

Absatz in Asien: Kosmetik aus Baden-Württemberg ist beliebt. Foto: Weleda

Baden-Baden. Gute Nachrichten von der heimischen Chemie-Branche: Die Unternehmen rechnen mit einem Umsatzwachstum von deutlich über 2 Prozent, so eine aktuelle Umfrage der Chemie-Verbände Baden-Württemberg. Größter Erfolgstreiber ist der Export.

Im vergangenen Jahr stiegen die Umsätze um 1,2 Prozent auf 18,8 Milliarden Euro. Davon entfielen 11,5 Milliarden Euro auf den Export (plus 4,7 Prozent). Der Inlandsumsatz sank dagegen um 3,9 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro.

Jeder vierte Betrieb will neue Mitarbeiter einstellen

Dieses Jahr soll besser werden: Von 146 befragten Firmen rechnen 59 Prozent mit Umsatzzuwächsen. Zwei Drittel der größeren Unternehmen setzen auf steigende Auslandsumsätze. Eine erhöhte Nachfrage im Inland erhoffen sich 45 Betriebe. Investitionen sind nun wieder ein Thema: „Fast ein Viertel der Chemie-Unternehmen will neu einstellen“, so Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände. Auch gut: Derzeit werden 3.600 junge Menschen ausgebildet, die Ausbildungsquote stieg damit seit 2003 von 3,8 auf 4,6 Prozent.

„Es geht der Branche im Moment unterm Strich gut“, bilanziert Mayer. „Unsere Erfolge verdanken wir im Wesentlichen dem Export. Hier müssen wir konkurrenzfähig bleiben.“ Er warnt vor hohen Energie- und Rohstoffkosten: „Sie sind ein Risiko für eine positive Entwicklung!“

Sorgen bereiten den Verbänden zudem Pläne der Landesregierung: Sie möchte Vorschriften des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes auf Unternehmensgebäude ausdehnen. Hier entstünden „etliche Zusatzbelastungen ohne größeren Nutzen für den Klimaschutz“.


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Schlagwörter: Chemie Konjunktur

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