Lehrstellen

Stabilität erwartet


Bayerns Metall- und Elektro-Betriebe bilden weiter kräftig aus

München/Schweinfurt. Trotz der Konjunkturkrise bleibt die Ausbildung in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie in diesem Jahr auf hohem Niveau. Eine Umfrage der Arbeitgeberverbände bayme und vbm hat ergeben, dass die Zahl der neuen Ausbildungsverträge nur leicht um 2 Prozent sinken wird.

Damit würde immerhin noch der Wert von 2006 übertroffen. 2009 gab es nach zwei vorangegangenen Boom-Jahren einen Rückgang um knapp 16 Prozent (siehe Grafik).

Dabei ist aber zu berücksichtigen: Auch die Zahl der Bewerber verringert sich. Sie sank 2009 in der gesamten bayerischen Wirtschaft um 13 Prozent. Wegen der demografischen Entwicklung wird sich dieser Trend fortsetzen. Hinzu kommt, dass im vergangenen Jahr in Bayerns M+E-Branchen 5 Prozent der angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten. Der Grund: Es fehlten genügend geeignete Bewerber.

Wettbewerbsfähig bleiben

Auch in der Krise gibt es gleichwohl viele Unternehmen, die keinerlei Abstriche an der Nachwuchsförderung machen. Zum Beispiel Hawe Hydraulik in München: Der Hersteller von hydraulischen Komponenten und Systemen hält in diesem Jahr die Zahl der neuen und die Zahl aller Auszubildenden konstant. 120 sind es insgesamt.

„Im September werden wir 40 junge Menschen für eine gewerbliche Ausbildung neu einstellen und 2 für eine kaufmännische“, kündigt Andreas Greinwald an, der die kaufmännische Ausbildung leitet. Er betont: „Wir denken langfristig – auch in der Krise und trotz Kurzarbeit. Denn wenn die Konjunktur anzieht, wird es wieder schwierig, Fachkräfte zu finden.“

Ähnlich äußert sich Jürgen Stürzenberger, Ausbildungsleiter des Wälzlager-Herstellers SKF in Schweinfurt: „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir gut ausgebildete Mitarbeiter.“ Deshalb erhielten im Februar alle 44 jungen Männer und Frauen, die bei SKF ausgelernt hatten, unbefristete Arbeitsverträge. „Sie haben den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu von außen geholten Mitarbeitern die Firma schon gut kennen“, sagt Stürzenberger.

Neu eingestellt hat SKF im vergangenen September 66 Azubis – so viele wie im Vorjahr. Auch 2010 soll die Zahl stabil bleiben. Die Zahl der Bewerber ist dagegen im vergangenen Jahr gesunken: „Von 1.500 auf 1.300“, berichtet Stürzenberger. Das liegt im Trend der M+E-Industrie in ganz Bayern.

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