Arbeitsmarkt

Spezialisten gesucht


Einige Branchen spüren auch jetzt den Fachkräftemangel

Erlangen/München. Sogar Rezession und Kurzarbeit ändern nichts am grundsätzlichen Fachkräftemangel in Deutschland.

Deswegen arbeiten Unternehmen zum einen mit allen Mitteln daran, ihre Stammbelegschaften zu halten. Denn sie brauchen erfahrene Teams, wenn es mit der Konjunktur wieder aufwärts geht. Zum anderen rüsten sie sich mit der Suche nach Technikern und Naturwissenschaftlern, um auf stärkere Auftragseingänge vorbereitet zu sein.

500 Mitarbeiter neu eingestellt

Der Bedarf ist da: Die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit sucht für Metall- und Elektro-Unternehmen Konstruktions- und Schweißfach-Ingenieure. Und es gibt auch Jobs für Schweißer und Elektriker.

Der Trend ist nicht neu. Beobachtungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigen, dass die Arbeitslosigkeit von naturwissenschaftlichen oder technischen Fachkräften seit fünf Jahren auf niedrigem Niveau zurückgeht (siehe Grafik in der Bildergalerie).

Spezialsparten gewinnen sogar an Fahrt. Ein Beispiel: Technik für Kernkraftwerke. 2008 stellte Areva NP allein in Erlangen 500 neue Mitarbeiter ein. Dieses Jahr sollen dort noch einmal so viele dazukommen. Das Team um Personalchef Peter Nünning sucht Monteure, Mechaniker und Techniker für Entwicklung und Bau neuer Kernkraftwerke sowie zur Instandhaltung. Ähnlich gefragt: Ingenieure für Maschinenbau, Verfahrens- und Elektrotechnik oder Werkstoff- und Materialforschung.

Und längst denkt man in der heute geschwächten Automobil-Industrie an morgen: Zur Entwicklung der Fahrzeuge der Zukunft, etwa mit reinem Elektro- oder Hybridmotor, wird BMW in den nächsten Monaten in München rund 300 Ingenieure einstellen. Um sich fit für künftige Anforderungen mit passenden Mitarbeitern zu machen, ist oft die Ausbildung im eigenen Betrieb das Mittel erster Wahl.

Unveränderte Anzahl von Lehrlingen

So sieht sich Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch und Siemens Hausgeräte, in seinem Kurs bestätigt: „450 Lehrlinge haben 2008 bei uns begonnen. In diesem Jahr haben wir daran nichts geändert. Denn hier liegt die Zukunft unseres Unternehmens.“

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang