Wirtschaftslexikon

Sozialversicherung

Die gesetzliche Sozialversicherung in Deutschland schützt Arbeitnehmer vor elementaren Risiken: Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit, Pflege und Armut im Alter. Zum großen Teil besteht sie seit dem 19. Jahrhundert. Abhängig Beschäftigte sind pflichtversichert. Sie können aber zu einer privaten Krankenversicherung wechseln, wenn ihr jährliches Arbeitseinkommen 52.200 Euro übersteigt (Stand 2013).

Die Beiträge werden prozentual vom Gehalt berechnet, sind aber nach oben begrenzt. Es gelten verschiedene sogenannte Beitragsbemessungsgrenzen. An Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung beteiligen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Regel zur Hälfte. In der gesetzlichen Krankenversicherung übernimmt der Beschäftigte etwas mehr. Die Kosten der Unfallversicherung trägt der Arbeitgeber allein.

In der Rente gilt: Wer mehr einzahlt, bekommt mehr

Die Leistungen werden ganz unterschiedlich berechnet: In der Kranken- und Pflegeversicherung wird jeder Versicherte gleich behandelt – unabhängig davon, wie viel er eingezahlt hat. So wird zugunsten niedriger Einkommen umverteilt.

Anders sieht es in der Arbeitslosenversicherung aus. Das Arbeitslosengeld I berechnet sich aus dem Bruttoeinkommen des vergangenen Jahres – und orientiert sich somit an den Beiträgen des Versicherten.

Auch in der Rentenversicherung sind die individuellen Beiträge von Bedeutung. Wer mehr und länger einzahlt, erhält im Alter eine höhere monatliche Rente. Allerdings gilt: Es entstehen nur Ansprüche. Beiträge werden nicht angelegt, sondern wie in einem Umlageverfahren üblich sofort an die gegenwärtigen Leistungsempfänger ausgezahlt.


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