Urlaub 2013 möglichst bald buchen!

So sparen Sie Geld und Stress bei Reisebuchungen

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Wer seinen Urlaub 2013 noch nicht gebucht hat, sollte sich sputen. Zumindest, wenn er noch Geld sparen möchte. Denn je früher man bucht, desto größer sind die Preisnachlässe: „Frühbucherrabatte von bis zu 30 Prozent bekommt, wer etwa ein halbes Jahr vor dem Urlaub bucht“, sagt Torsten Schäfer, Pressesprecher beim Deutschen Reiseverband. Das heißt: In der Zeit von Dezember bis März sichert man sich am besten den Sommerurlaub, der zwischen Juli und September liegen soll. Wer im Dezember oder Januar weg möchte, sollte im Juni oder Juli buchen.

„Es geht aber nicht nur ums Geld, wenn man zeitig bucht“, so Schäfer, „sondern der Kunde hat dann noch die größte Auswahl.“ Schwieriger wird es, wenn man erst zu Beginn des Urlaubs nach einem passenden Domizil und Flügen schaut. „Wer dann nicht flexibel ist, wird oft feststellen, dass es für das Wunschziel keine Plätze mehr gibt“, weiß der Reiseexperte.

Nicht immer günstig: Last-Minute-Reisen

Zwar könne man dann noch Last-Minute-Angebote finden, „das muss aber entgegen der landläufigen Meinung nicht zwingend günstiger sein“, so Schäfer. Bei Last-Minute-Reisen bestimmt der Markt die Nachfrage: Reiseziele, die gut gehen, sind auch auf den letzten Drücker teuer – wenn es überhaupt noch Reisen dorthin gibt.

Reisen, die weniger gefragt sind, können mit Abschlägen bis zu 50 Prozent verkauft werden. Den Geldbeutel schone am meisten, wer sich antizyklisch verhalte: „Jetzt in die Karibik fliegen, und das last-minute, das sollte günstig sein“, sagt Torsten Schäfer. Denn in der Karibik beginnt jetzt die Hurrikan-Zeit. „Es gibt Reisende, die sich daran nicht stören, und sie können jetzt Schnäppchen machen.“

Online oder im Reisebüro buchen?

Keinen Einfluss auf den Preis habe dagegen, ob man online oder im Reisebüro bucht, sagt Schäfer. Denn das Internet sei nur ein weiterer Vertriebsweg, und es sei rechtlich nicht zulässig, eine identische Reise eines Anbieters auf einem Kanal günstiger als auf dem anderen anzubieten. Allerdings könnten einzelne Leistungen aus dem Gesamtangebot auf einem der Vertriebswege durchaus einmal günstiger – aber auch teurer angeboten werden. „Generell kann man aber nicht sagen, dass es online weniger kostet, eine Reise zu buchen.“

Erkenntnis der Reiseexperten: 95 Prozent aller Pauschalreisen werden im Reisebüro gebucht. „Online kaufen Kunden – laut Statistik – Reisen in der Regel bis zum Wert von 1.500 Euro. Was teurer ist, kauft man lieber im Reisebüro“, weiß Schäfer. Außerdem zeichne sich ein Trend ab: Viele Reisende hätten zunehmend keine Zeit und Lust, sich abends durch eine Informationsflut im Netz zu quälen. Sie beauftragten lieber ein Reisebüro mit der Suche nach dem passenden Urlaub.

Achtung, Beschreibung richtig lesen!

Egal, ob man selbst die passende Reise sucht oder sie suchen lässt: Wichtig ist es, den Katalog richtig zu lesen. „Die Beschreibung muss der Wahrheit entsprechen“, sagt Schäfer. Trotzdem müsse man verstehen, dass die Beschreibung „fernab“ bedeutet, dass es am Ziel ziemlich ruhig ist, und man wahrscheinlich einen Mietwagen braucht. „Eine ‚lebhafte’ Gegend steht dagegen dafür, dass es dort mehr als genug Ausgehmöglichkeiten gibt“, erklärt Torsten Schäfer.

Der Reisebranche ist jedoch bewusst, dass viele Kunden dadurch irritiert werden, dass Merkmale ein und desselben Hotels in verschiedenen Katalogen oft unterschiedlich beschrieben werden und dadurch bei der Buchung nicht vergleichbar sind. Darum arbeitet sie seit zwei Jahren an einem Datenstandard für die Branche. Hier soll die Vergleichbarkeit von Angeboten in den Buchungssystemen verbessert werden. Bis der Standard überall eingeführt ist, wird noch einige Zeit vergehen, doch in den ersten Unternehmen wird er nun schon eingesetzt. Folge: Beschwerden, weil das Zimmer nicht den versprochenen und erwarteten Meerblick hat, könnten künftig der Vergangenheit angehören.

Tipps für den günstigen Urlaub

  • Wer außerhalb der Ferien wegfahren kann, spart. Denn in den Ferienzeiten ist die Nachfrage groß, das Angebot jedoch eher klein, und darum sind die Preise hoch.
  • Urlaubstage spart, wer sich frühzeitig mit den Kollegen über Brückentage abstimmt, und diese in der Planung berücksichtigt.
  • Echte Schnäppchen gibt es ein halbes Jahr vor der Reise. Oder für sehr flexible Urlauber kurz vorher.
  • Wer Fluggesellschaften oder Reiseanbietern bei Twitter oder Facebook folgt, erfährt früher von Sonderangeboten.

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