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So sieht der Geldautomat der Zukunft aus

Nicht nur beim Oktoberfest: Ein Drittel der Deutschen hebt einmal pro Woche bis zu 200 Euro ab, die übrigen seltener. Foto: dpa

Paderborn. Eintrittskarten aus dem Geldautomaten für das Kino um die Ecke – in Spanien ist das längst üblich. In Deutschland dagegen können die Kunden dort allenfalls noch Kontoauszüge drucken. Und das Geld kommt auch nicht immer in der gewünschten Stückelung aus dem Schlitz – doch da tut sich zurzeit einiges.

Grundsätzlich könnte jeder Automat die Wunschmischung zusammenstellen, wie Thorsten Weidemann erklärt. Er ist der Leiter Produktmanagement bei Wincor Nixdorf in Paderborn: „Es ist alles nur eine Frage der Software-Anwendung, die installiert ist.“ Möglich sind auch Zusatzfunktionen wie das Aufladen der Prepaid-Handykarte. Vorausgesetzt, die Bank will diesen Zusatzservice anbieten.

Zwei Drittel der 60.000 Geldautomaten in Deutschland stammen von Wincor Nixdorf. Und die rücken im Regelfall die „Haushaltsmischung“ raus, wenn 100 Euro abgehoben werden: einen 50-Euro-Schein, einen 20-Euro-Schein, zwei 10-Euro-Scheine und zwei 5-Euro-Scheine.

Dazu befinden sich in der Maschine bis zu fünf Geldkassetten. Meist sind vier der Fächer für auszugebende Geldscheine. In die fünfte Kassette kann der Automat ältere Scheine schieben, wenn er auch Bargeld annimmt. Sie werden in der Regel nicht mehr ausgegeben.

Ein Extra-Fach gibt es noch für eingezogene Karten – nach der dritten falschen PIN-Eingabe. Weidemann: „Im Basis-Modell ist Platz für 30 geschluckte Karten.“

Aufgefüllt werden die meisten Automaten einmal pro Woche, manche nur monatlich. Das Rechnen im Inneren übernimmt ein normaler Chip der Kategorie i3 oder i5, wie er in den meisten Büro-Computern steckt. Touchscreens kommen immer mehr zum Zuge gegenüber den älteren Modellen mit vier Tasten links und rechts vom Display.

Schutz vor Gas- und Sprengstoffangriffen

Die Preise, die Banken für die Automaten zahlen müssen, liegen zwischen 12.000 Euro und 25.000 Euro. Sie sind abhängig von Funktionen und der Metallstärke des Tresors. Thorsten Weidemann: „In den Niederlanden sind viele Automaten bereits gegen Gas- und Sprengstoffangriffe geschützt. Mit solchen Angriffen hat man in Deutschland bisher eher weniger gerechnet.“

Und wie sieht der Automat der Zukunft aus? „Per Smartphone-App tippen Sie schon auf dem Weg zur Bank die Summe ein, die Sie ziehen wollen“, so Weidemann. „Die App erzeugt einen QR-Code, den der Kunde am Automaten vorzeigt. Sofort kommt das Geld heraus.“ In Australien sind solche Geräte von Wincor Nixdorf bereits im Einsatz.

Das spart Zeit – wenn zum Beispiel das Pärchen vorne in der Schlange uneins ist, für welchen Kinofilm es denn nun ein Ticket ziehen will. Denn das kennt man ja: Leute, die am Geldautomaten alle Zeit der Welt haben – und tippen und tippen ...


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Fast die Hälfte aller Deutschen will bald so gut wie immer auf Bargeld verzichten, so ein Studie des Digitalverbands Bitkom. Die Technik dafür steckt schon in vielen Giro- und Kreditkarten: ein Funkchip.

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