Energie

So lässt sich Strom speichern


Strom bunkern, wenn die Sonne scheint: Wissenschaftler tüfteln an neuen Ideen, um die Energie für Regenzeiten aufzusparen. Foto: Kraus

Wasserstoff als Problemlöser für die Umwelt – Eine Vision für die Region

Frankfurt. Weltweit erzeugen Windkraft- und Solaranlagen Strom. Doch die Produktion schwankt, je nach Wind und Sonnenschein. Weil eine Strom-Speicherung bislang nicht möglich ist, geht täglich  viel Energie verloren.

Der Industriepark-Betreiber Infraserv Höchst in Frankfurt will das ändern. Gemeinsam mit Partnerfirmen tüftelt er an Konzepten, um eine umweltfreundliche Infrastruktur im Rhein-Main-Gebiet voranzutreiben.

Etwa das ZEM-Haus (zero emission): Aus Wasser und Solarenergie wird Wasserstoff gewonnen. Dieses Gas dient als Energiespeicher, der in sonnenarmen Zeiten mithilfe der Brennstoffzellen-Technik rückverstromt wird.

Das Speichersystem soll im besten Fall nicht größer als ein Heizöltank sein. „Wasserstoff ist der Energiespeicher der Zukunft“, erklärt Projektkoordinator Heinrich Lienkamp. Dank des Gases lässt sich Strom je nach Bedarf in das Versorgungsnetz integrieren. Emissionsfrei!

Gasmenge vom Industriepark nutzen

„Es funktioniert. Das haben Projekte weltweit bewiesen“, so Lienkamp. Doch noch ist dieses Energieversorgungssystem für ein Einfamilienhaus unbezahlbar.

Neben dem ZEM-Haus beteiligt sich Infraserv auch am europaweiten Bus-Projekt CHIC (Clean Hydrogen in European Cities). Schrittweise werden jetzt 26 Wasserstoff-Hybridbusse in fünf Großstädten eingesetzt. In London fahren bereits drei. Oslo und Mailand folgen, ab 2012 kurven die Öko-Busse dann auch durch Frankfurt.

Der Industriepark Höchst hat selber riesige Mengen Wasserstoff: „Das Gas fällt als Nebenprodukt der chemischen Produktion an“, erklärt Experte Lienkamp. „Damit lassen sich etwa 10.000 Autos oder 400 Busse umweltneutral betanken.“

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