Kongress

So kommt Bayern voran


Die Staatsregierung und die Wirtschaft planen eine Innovationsstrategie

München. Bayerns Wirtschaft blickt nach der Krise mit Zuversicht in die Zukunft: Die Unternehmen bekommen wieder mehr Aufträge und fahren die Kurz­arbeit zurück. Damit sie ihre Wettbewerbsfähigkeit jetzt weiter stärken, ziehen in Bayern Po­litik und Wirtschaft an einem Strang.

Zusammen wollen die Staats­regierung und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft die Bedingungen für dauerhaften Erfolg verbessern, etwa für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

Der Kongress „Aufbruch Bayern – Mit Forschung und Inno­vation in die Zukunft“ am 11. Oktober in München gibt das Startsignal für eine gemeinsame Strategie.

Forschung, Export und Dienstleistungen

Die Aussichten sind gut, dass sich die bayerischen Unternehmen im Konkurrenzkampf weiterhin behaupten und mit vorn bleiben. Denn eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: Jetzt gehen die Betriebe Themen wie Innovation und Export noch offensiver an als während und auch vor der Krise.

Die Wissenschaftler des IW fanden bei einer Befragung von 1.350 bayerischen Unternehmen im Frühjahr 2010 zudem heraus: Um sich von Wettbewerbern abzuheben, sind fünf Aspekte entscheidend.

  • Innovationen halten fast 60 Prozent der Betriebe heute für wesentlich. Sogar zwei Drittel erwarten, sich künftig nur mit neuen Ideen und Produkten gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können.
  • 18 Prozent meinen, dass Forschung und Entwicklung ein entscheidender Aspekt für Erfolg sind. Immerhin 25 Prozent sagen, die Bedeutung nimmt künftig noch zu.
  • Ebenfalls ein Viertel der Firmen rechnet damit, dass der Export immer wichtiger wird, um sich im Wettbewerb Vorteile zu verschaffen. Aktuell sind 15 Prozent dieser Ansicht.
  • Mit maßgeschneiderten Produkten und Dienstleistungen andere Anbieter abzuhängen, ist für rund 47 Prozent der Unternehmen schon heute ein entscheidender Punkt. Künftig rechnen damit sogar 53 Prozent.
  • Noch relativ wenig Bedeutung messen die Unternehmen regionalen Netzwerken bei (13 Prozent). Aber immerhin mehr als ein Fünftel erwartet, dass die Zusammenarbeit mit Firmen und der Wissenschaft im Wettbewerb wichtiger wird.

Größere Unternehmen sind aktiver

Diese fünf Hauptpunkte für wirtschaftlichen Erfolg – von Innovationen bis Netzwerke – hat das IW auch nach Umsatzklassen der Firmen unter die Lupe genommen. Ergebnis: Vor allem größere Unternehmen sind stark in der Produktentwicklung oder auf Auslandsmärkten.

Aber auch kleinere und mittlere Firmen haben gute Chancen, mit innovativen Produkten neue Märkte zu erschließen.

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