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Riester-Zulage, Wohnungsbauprämie & Co.

So kann man staatliche Zuschüsse clever einsammeln

Subventionen abgreifen? Das dürfen schon minderjährige Azubis! Unser Sozialstaat bietet ja alle möglichen Zulagen und Prämien etwa für Altersvorsorge und Vermögensaufbau. Wir haben einige clevere Tipps zusammengestellt.

Geradezu märchenhaft: Mit wenig Aufwand kann man Staatsknete auffangen... Foto: Getty

Geradezu märchenhaft: Mit wenig Aufwand kann man Staatsknete auffangen... Foto: Getty

Köln. Bausparen? Klingt öde... – aber Azubis sollten wissen: Junge Leute dürfen ihren ersten Bausparvertrag zum Beispiel auch für ein Auto nutzen! Und schon ab 16 gibt’s pro Jahr bis zu 45 Euro Wohnungsbauprämie. Auch, wenn gar nicht der Azubi selbst, sondern sein Papa oder die Oma in den Vertrag einzahlt.

200 Euro Riester-Bonus

Das ist nur ein Beispiel für die diversen Subventionen, die Privatleute einsammeln können. Speziell an Berufseinsteiger richtet sich der Riester-Bonus: Wer mit spätestens 24 einen Riester-Vertrag regulär bespart, bekommt fürs erste Sparjahr 375 Euro Grundzulage – also 200 Euro mehr als normal! Danach kann man den – grundsätzlich sinnvollen – Fondssparplan fürs Alter ja einfach wieder ruhen lassen, falls man aktuell noch nicht genügend Geld für die Extra-Vorsorge übrig hat.

Riester-Trick für Hausfrauen und -männer

Noch ein Riester-Tipp: Hausfrauen und -männer können die satten Zulagen oft schon für nur 5 Euro Eigenleistung im Monat kassieren! Eine Mutter mit drei kleinen Kindern bekommt so jahrelang für nur je 60 Euro eigene Sparleistung 1.075 Euro vom Staat geschenkt (ausführlicher erklären wir das hier auf AKTIVonline).

Arbeitnehmer-Sparzulage

Wer nicht viel verdient und trotzdem etwas spart, hat Anspruch auf die Arbeitnehmer-Sparzulage – bis zu 80 Euro im Jahr, für Ehepaare bis zu 160 Euro. Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Einzahlungen etwa in einen Aktienfonds- oder Bausparvertrag für „vermögenswirksame Leistungen“ (VL) über die Firma laufen. Manche Betriebe legen dabei sogar einen Teil der VL-Spar-Rate obendrauf, je nach Branche und Tarifwerk. Also einfach mal in der Personalabteilung fragen!

Übrigens gilt bei dieser Sparzulage wie bei der Wohnungsbauprämie: Die Einkommensgrenze liegt deutlich höher, als man auf den ersten Blick meint – das „zu versteuernde Einkommen“, auf das es da ankommt, ist ja meistens geringer als der Jahresbruttoverdienst. Beim Riestern wiederum gibt es keine Einkommensgrenzen, auch Gutverdiener profitieren also von dieser staatlichen Förderung der privaten Altersvorsorge.


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