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So ermöglichen Handys blitzschnelle Preisvergleiche


Handys ermöglichen blitzschnelle Preisvergleiche

Köln/Berlin. Achtung, die Smartphones kommen! Der Einzelhandel muss sich warm anziehen. Denn Kunden, die im Laden stehen, können schnell mal das Handy zücken und den Strichcode scannen. Sofort sehen sie dann auf dem Display, wo der Fernseher oder die schicken Stiefel noch preiswerter zu haben sind.

Zahl der Smartphones wächst rasant

Nachdem der Online-Einkauf per PC bereits etabliert ist, bringen die Smart­phones jetzt neuen Schwung in den elektronischen Handel. „Diese neue Art zu shoppen wird sich viel schneller verbreiten als der Online-Einkauf zu Hause“, meint dazu Judith Halbach. Sie ist Mitautorin einer Studie über die „Rolle des Smartphones im Kaufprozess“ am E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) in Köln.

Die wachsende Beliebtheit dieser zu Mini-Computern hochgerüsteten Handys zeigt, wohin die Reise geht. Nach der neuesten Erhebung des Branchenverbands Bitkom sind mittlerweile 38 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren im Besitz eines Smartphones. Im laufenden Jahr rechnet der Verband mit einem Absatzrekord von 23 Millionen Stück.

„Die zunehmende Verbreitung von Smartphones verändert das Kaufverhalten im stationären Einzelhandel massiv“, bestätigt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Rund viereinhalb Millionen Deutsche würden im Geschäft Fotos von Produkten machen, oft schnell noch an Freunde versenden und so ihre Kaufentscheidung vorbereiten.

Der EEC-Studie zufolge ruft jeder dritte Smartphone-Besitzer mehrmals pro Monat im Laden Infos über Strich- oder QR-Codes ab. Allein die zum Strichcode-Scannen geeignete App „barcoo“ hat bundesweit eine Million Nutzer.

Einzelne Händler würden in ihren Geschäften das Internet stören oder Smartphones gar verbieten, weiß E-Commerce-Expertin Halbach. Sie empfiehlt: „Händler sollten lieber mit guten Argumenten die Kunden überzeugen.“

Einige Anbieter nutzen den neuen Kanal bereits offensiv für sich. Wie der Handelsriese Saturn, der seine Internetseite für „Mobile-Shopper“ angepasst hat. „Wir wollen da sein, wo der Kunde uns sucht“, sagt eine Sprecherin.

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