Strompreise

Sind Sie schon umgestiegen?


Sichere Sache: Wer sich einen neuen Tarif angeln will, läuft keine Gefahr, im Dunkeln zu sitzen. Fotos: weisflog.net, vario-images

Vier von zehn Haushalten können ganz einfach sparen

Kaufen Sie Ihren Strom immer noch wie im 20. Jahrhundert? Vier von zehn Haushalten tun das leider: Sie ignorieren den Wettbewerb auf dem Strommarkt. Nach Angabe des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sitzen 38 Prozent noch im örtlichen „Grundversorgungstarif“ fest – und verschenken so Monat für Monat Geld.

„Durch den Wechsel in einen günstigeren Tarif lassen sich im Bundesdurchschnitt fast 50 Euro im Jahr sparen“, weiß Thorsten Storck, Experte beim Heidelberger Branchendienst Verivox. Dies gelte bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden, wie er für eine vierköpfige Familie typisch sei. Im Einzelfall komme es natürlich immer auf die örtlichen Preise und den tatsächlichen Verbrauch an.

Besserer Tarif vom gleichen Versorger

Sparen ist da ganz einfach: Wer noch in der Grundversorgung steckt, kann in aller Regel in einen günstigeren Tarif beim bisherigen Energie-Lieferanten wechseln.

Der Aufwand dafür ist so gering, dass es sich in jedem Fall lohnt, sich schlauzumachen: „Die Daten liegen ja bereits  alle beim Versorger vor“, betont Storck. Man müsse also nur dort anrufen, um die nötigen Unterlagen zugesandt zu bekommen. Die schickt man unterschrieben zurück – dann kommt der Strom günstiger aus der Steckdose. Und das schon bald: Die Grundversorgung ist binnen Monatsfrist kündbar.

An den neuen Tarif bindet man sich dann länger, mindestens für zwölf Monate. Andere Nachteile bringt das Umsteigen aber nicht mit sich: „Das Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug oder bei Preissteigerungen bleibt erhalten“, betont Storck.

Diesen ersten Spar-Schritt, den Wechsel aus der Grundversorgung, haben laut BDEW denn auch schon 45 Prozent der deutschen Haushalte hinter sich.

Wechsel zu einem anderen Anbieter

Den zweiten Schritt haben immerhin schon 17 Prozent gemacht: den Wechsel zu einem anderen Anbieter. Dabei ist auch das nicht allzu kompliziert – und die Stromversorgung wird nie unterbrochen sein, wie Storck verspricht.

Gerade erst hat Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, erneut an die Verbraucher appelliert, ihre Macht besser zu nutzen: „Wenn nach allgemeinen Preisvergleichen ein durchschnittlicher Haushalt bei Strom jährlich bis zu 300 Euro sparen kann, sollte jeder alternative Angebote prüfen – insbesondere bei Preiserhöhungen.“

Allerdings muss man sich für diese Entscheidung etwas Zeit nehmen, um sich einen passenden Weg durch den Tarif-Dschungel zu bahnen. Dabei helfen Vergleichsporta-le wie www.verivox.de oder www.toptarif.de – es genügt, Postleitzahl und Jahresverbrauch einzugeben, um einen Überblick zu bekommen.

Und vielleicht zeigt sich dann ja auch, dass der bisherige Strom-Lieferant ganz gut im Rennen liegt! Falls nicht, sagt Storck, „muss man nur noch den Antrag für den neuen Versorger ausfüllen – der regelt dann den Rest“.

Info: Vorkasse birgt Risiko

Strom gegen Vorkasse? Verbraucherschützer raten da zur Vorsicht: Bei einer Pleite des Anbieters wäre das Geld futsch.

Hinweise dazu enthält auch die Anleitung, die die Bundesnetzagentur kostenlos anbietet: www.bundesnetzagentur.de – dann über „Verbraucher“ und „Infoblätter“ durchklicken zu „Wechsel des Strom- und Gaslieferanten“.

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