Warum eigentlich …?

… sind Kunstrasenplätze so attraktiv


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Bei der Fußball-WM stürmen die Kicker über den grünen Rasen. Das Gras in Südafrika ist echt – ganz im Gegensatz zu vielen Trainingsplätzen. Ob Bayern-Star oder Barca-Stürmer: Zu Hause trainieren die Ballkünstler auf Kunstrasen. Was aber macht den Flor eigentlich so konkurrenzfähig?

„Kunstrasen lässt sich ganzjährig bespielen, kostet wenig Unterhalt und ist leicht zu pflegen“, erklärt Rainer Fuchs von der Innovationsabteilung des Chemie-Konzerns Evonik. Zudem schone der elastische Untergrund die Bänder und Gelenke. Denn zwischen den Kunststoff-Fasern steckt eine zentimeterdicke Schicht aus Gummigranulat – recycelte Altreifen.

„Pro Quadratmeter Spielfläche braucht man 5 bis 15 Kilogramm Granulat“, so der Experte. Damit sich der Gummi in praller Sonne nicht so stark aufheizt, werden die Körner beschichtet. „Ein Speziallack reflektiert einfallendes Sonnenlicht teilweise und schützt das Granulat vor UV-Strahlen“, weiß Fuchs.

Die Füllung bleibt geschmeidig und hält länger.

Zusatzplus: „Die gleiche Unterlage garantiert einheitliche Standards weltweit“, so Fuchs. Und das Kunstgras „sprießt“ auch in überdachten Stadien, wo das Naturgrün verkümmert.

Übrigens: Die Sporthochschule Köln hat festgestellt, dass Kunstrasen das Spiel nicht beeinflusst. Die Entscheidung haben die Kicker immer noch selbst in der Hand – pardon: auf dem Fuß!

GKW

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