Warum eigentlich ...?

… sind Fahrbahn-Markierungen nachts gut zu erkennen?


Foto: Werk

Kürzere Tage, längere Nächte: Da steigt die Unfallgefahr. Im Dunkeln können wir uns schlecht orientieren, erst recht, wenn es regnet. Gut, dass es reflektierende Fahrbahn-Markierungen gibt. Die zeigen bei Nacht, Nebel und Nässe besser, wo es langgeht. Was lässt sie leuchten?

Der Clou sind winzige Glaskügelchen. Die werden in sogenannte Kaltplastik-Beschichtungen eingestreut und werfen das Scheinwerferlicht zurück. „Bis zu fünf Millimeter dick kann die Schicht sein“, weiß Marisa Cruz, Marketing-Managerin beim Industrie-Konzern Evonik. Der produziert für die Leucht-Beläge den Kunststoff.

Anders als aufgesprühte Farbe habe die Markierschicht eine dreidimensionale Struktur wie eine Landschaft. „Die Glasperlen setzen sich in etwa halber Höhe auf den Hügelchen fest. Das ist hoch genug, um das Scheinwerferlicht zurückzustrahlen“, erklärt Cruz. Und tief genug, damit darüberrollende Autos und Lkws sie nicht beschädigen. „Selbst ein Schneepflug kann sie kaum zerstören“, betont die Fachfrau.

Da Regen in den Tälern abfließt, bleibt die Reflexion zudem ungetrübt. Keine Rolle spielt dabei die Farbe, wohl aber der Einsatzzweck. „In Leuchtstreifen für Radwege oder Zebrastreifen wird noch ein Anti-Rutschmittel gemischt“, so die Expertin.

Übrigens: In England haben die Leuchtstreifen einen Preis für Straßensicherheit bekommen. Nach vier Jahren Dauertest stand nämlich fest: Die Zahl der Unfälle hatte sich halbiert.

GKW

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