Immer weniger Unfälle

Sicherheit in der Chemiebranche auf sehr hohem Niveau

2015 stiegen die Arbeitsstunden um 1,5 Prozent. Trotzdem sank das Risiko eines Arbeitsunfalls (minus 2 Prozent pro einer Million Arbeitsstunden). Im Vergleich ist die Chemie sicherer als die gewerbliche Wirtschaft.

Hier stimmt alles: Schutzausrüstung anziehen und den Handlauf benutzen. Foto: BASF

Hier stimmt alles: Schutzausrüstung anziehen und den Handlauf benutzen. Foto: BASF

Heidelberg. In den Chemie-Betrieben kam es 2015 während einer Million Arbeitsstunden zu 9,4 meldepflichtigen Arbeitsunfällen. In der gewerblichen Wirtschaft waren es im Schnitt 14 – fast 50 Prozent mehr.

Mehr Beschäftigung, aber die Vorfälle nehmen ab

Insgesamt wurden 866.056 meldepflichtige Unfälle verzeichnet, davon 13.475 in der Chemie. Trotz gestiegener Beschäftigung (plus 1,5 Prozent mehr Arbeitsstunden) ist das generelle Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden, letztes Jahr erneut gesunken (minus 2 Prozent pro einer Million Arbeitsstunden). Das errechneten die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

Das sind rund 22 Vorfälle dieser Art je 1.000 Arbeiter (in Vollzeit) und damit 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. „Die Arbeitsbedingungen in Deutschland werden immer sicherer“, sagt Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Dafür spräche auch die Tendenz, dass nicht nur die Zahl der meldepflichtigen, sondern auch die der schweren Unfälle abnimmt. 470 Menschen starben infolge eines Arbeitsunfalls – das sind 13 weniger als im Vorjahr (Chemie 12, plus 1).

Ein Wermutstropfen: Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle ist 2015 um 2,84 Prozent auf 179.181 gestiegen. In der Chemie-Branche reduzierten sich die Vorfälle hingegen um 209 auf 4.450.

Tödlich endeten 348 Unfälle auf dem Weg zur Arbeit, 26 mehr als im Vorjahr. In der Chemie verbesserte sich die Rate um 3 auf 9 Todesfälle.


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