Tipp der Woche

Schnäppchen mit Haken


Strandvergnügen: Die Kosten für Liegestuhl, Sonnencreme & Co. darf man nicht unterschätzen. <br /><br /> Warenkorb aus 34 Produkten; Mai 2011; Test-Durchschnitt: 100; Quelle: ADAC, Foto: miramiska

Was Last-Minute-Bucher über ihren Urlaubsort wissen sollten

München. Gerade noch ein Last-Minute-Schnäppchen gefunden – und ab in den Ferienflieger? Achtung, das kann teuer werden! „Die Neben-kosten können in einigen Urlaubsorten teurer sein als die eigentliche Reise“, warnt Katharina Bauer, Pressereferentin beim ADAC.

Der Münchner Automobilclub hat kürzlich Tester in zehn Länder ausgeschickt, genauer: in 50 beliebte europä­ische Badeorte. Stets fragten sie dort nach bestimmten Waren oder Dienstleistungen. Ergebnis dieser Shopping-Touren: So mancher Händler verdient sich an Touristen eine goldene Nase.

Extreme Unterschiede

Hingelangt wurde beispielsweise bei Sonnencreme. Rund 25 Euro verlangte man da im dänischen Hvide Sande – das gleiche Produkt gab’s aber im französischen Saint-Jean-de-Monts für 3,90 Euro. „Bei vielen Waren fährt man am günstigsten, wenn man sie mitnimmt und nicht erst vor Ort kauft“, empfiehlt Bauer.

Auch bei den Dienstleistungen sind die Preisunterschiede enorm. Eine Strandliege kann gratis sein. Oder 20 Euro pro Tag kosten, wie im italienischen Cesenatico. „Speziell die Ausgaben für Essen und Trinken werden oft unterschätzt“, sagt Bauer. Heimischer Wein war in Griechenland schon für 5,90 Euro zu haben, im türkischen Kemer dagegen verlangte ein Wirt über 25 Euro für die Hausmarke!

Das Tückische daran: „Viele kleine Extras summieren sich am Ende zu großen Beträgen.“ Im Test addierten sich die Nebenkosten für eine Woche in Datça (Türkei) auf knappe 400 Euro, auf der dänischen Insel Fanø kosteten dieselben Leistungen mehr als doppelt so viel. Besonders teuer lebt es sich auch an Hollands Stränden, Deutschland liegt im Mittelfeld.

Allerdings: Auch wenn ein Land zu den insgesamt eher günstigeren Urlaubsländern zählt, können dort einzelne Badeorte trotzdem überdurchschnittlich teuer sein. Dies gilt etwa für Bol auf der kroatischen Insel Brac.

Vor dem Schnappen nach dem Schnäppchen sollte man also prüfen, ob eine auf den ersten Blick teurere All-inclusive-Tour im Gesamtpaket unter dem Strich nicht doch billiger ist.

Übrigens: Auch die Anreise kann teurer werden als gedacht, denn gerade bei Billigflügen schwanken die Nebenkosten erheblich – ob es ums Gepäck geht, die Sitzplatz-Reservierung oder andere Posten. Dieselben Leistungen kosteten bei einem Test des ADAC zwischen 15 Euro (Turkish Airlines) und 270 Euro (Ryan-air). Auch hier gilt: Erst rechnen, dann buchen.

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