Warum eigentlich …

... schmecken Eier nicht vom Silberlöffel?


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Frische Brötchen, heißer Kaffee, Butter, Marmelade, Käse und ein gekochtes Ei. Fertig ist das perfekte Sonntagsfrühstück. Aber Vorsicht mit dem Eierlöffel: Der darf nicht aus Silber sein!

Wer das einmal ausprobiert hat, vergisst das unangenehme Geschmackserlebnis nicht so schnell. Außerdem verfärbt sich der Löffel schwarz. Woran liegt’s? „Gekochte Eier enthalten Schwefelwasserstoff“, erklärt Ulrich Heuberger vom Forschungsinstitut Edelmetalle und Metallchemie (fem) in Schwäbisch Gmünd.

Der Stoff reagiert mit dem Silber. Heuberger: „Der Schwefel trennt sich vom Wasserstoff und verbindet sich mit dem Silber zu Silbersulfit.“ Diese Substanz verfärbt dann den Löffel und gibt dem Ei einen metallischen, schwefligen Geschmack.

Übrigens: Früher, als Bestecke aus Kunststoff oder Edelstahl noch unbekannt waren, wurden Eier deshalb mit Löffeln aus Perlmutt oder Horn verspeist.

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