Standort

Schlüssel zum Erfolg


Elektronischer Autoschlüssel (von der Firma Witte in Velbert): Im Bergischen Land liegt ein Zentrum der globalen Sicherungstechnik-Industrie. So etwas nennt man Cluster. Foto: Roth

Warum NRW stark ist: Netzwerke bringen das Land weiter voran

Per Fernbedienung oder noch mit dem Schlüssel: Wer eine Autotür öffnet, hat mit großer Wahrscheinlichkeit ein Produkt aus NRW in der Hand. Im Bergischen Land, rund um Velbert und Heiligenhaus, schlägt das Herz der Sicherungs- und Beschlagtechnik-Branche – mit 70 Unternehmen und 7000 Mitarbeitern. Eine weltweit einzigartige Ballung.

Viele Firmen des gleichen Wirtschaftszweiges in einer Region: Das nennt man Cluster (deutsch: Nest). Was diese Netzwerke stark macht, ist die intensive Zusammenarbeit zwischen den Betrieben und den nahe gelegenen Hochschulen, die ihre Forschung auf deren Interessen ausrichten.

Das bringt NRW nach vorn, weiß Bernhard Lageman, Experte für Innovation beim Rheinisch-Westfälischen Insti-tut für Wirtschaftsforschung in Essen: „Im hochentwickelten Industrieland NRW haben Cluster eine lange Tradition. Die Montan-Industrie ist ein historisches Beispiel dafür.

Deshalb sei es wichtig, dass das Land und die EU die Entwicklung von Clus­tern fördert. Bis 2013 fließen 2,5 Milliarden Euro in 16 Netzwerke. Lageman: „Man muss die verschiedenen Akteure zusammenbringen, damit sie Neues schnell umsetzen – ein Plus im Wettbewerb.“ Ein Vorbild sei die Computer-Schmiede Silicon Valley in den USA.

Karl Lichtblau, Geschäftsführer des Kölner Beratungsunternehmens IW Consult, fügt hinzu: „Unsere Forschungsergebnisse belegen eindeutig, erfolgreiche Unternehmen arbeiten eher zusammen als nicht erfolgreiche.“

Beispiel Energiewirtschaft: Unter diesem Dach gehen Firmen unter anderem das Thema Brennstoffzelle an. Ziel: den Wirkungsgrad und die Zuverlässigkeit der Brennstoffzellensysteme erhöhen, wie etwa Verdichter und Pumpen. Aktuelle Entwicklungen sind Gabelstapler und Busse mit Brennstoffzellen-Antrieb.

Beispiel Mobil- und Satellitenfunktechnik: Darauf hat sich ein Netzwerk am Niederrhein spezialisiert. Mit an Bord sind die Universität Duisburg-Essen und das Duisburger Institut der Fraunhofer-Gesellschaft für Mikroelektronische Schaltungen.

In Aachen entsteht jetzt für 2 Milliarden Euro ein Hochschul-Campus. Das Areal bietet Platz für bis zu  19 Forschungs- und Kompetenzzentren. Schon 2017 könnten hier 250 Firmen in verschiedenen Clustern an den Produkten von übermorgen feilen.

www.iwconsult.de

www.ziel2.nrw.de/2_Wettbewerbe_und_weitere_Foerdermoeglichkeiten/7_Exzellenz_NRW/index.php

 

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang