Straßenverkehr

Schildchen, wechsel dich

So sieht's aus: Das zweiteilige Wechselkennzeichen. Foto: GTÜ

Jetzt auch in Deutschland: ein Kennzeichen für zwei Autos


Am 1. Juli ist es so weit: Die Wechselkennzeichen kommen – zwei Autos können sich ein Nummernschild teilen. Damit braucht man beispielsweise kein Saisonkennzeichen für das Wohnmobil oder Cabrio mehr.

Das Wechselkennzeichen besteht aus zwei Teilen. Auf dem kleineren steht einfach die Nummer 1 oder 2, der größere Teil wird jeweils an das Fahrzeug gesteckt, mit dem man gerade fahren will.

Das andere Auto muss dann (wie ein abgemeldetes Fahrzeug) in der Garage oder auf einem privaten Grundstück stehen: „Das Parken des nicht genutzten Wagens auf öffentlichen Straßen ist verboten und eine Ordnungswidrigkeit“, betont ADAC-Pressesprecher Jochen Oesterle.

Gewechselt werden darf immer nur innerhalb einer Fahrzeugklasse: Pkw dürfen ihr Nummernschild also nur mit einem anderen Pkw oder einem Wohnmobil teilen – aber nicht  mit Motorrädern oder Anhängern. Ein Motorrad wiederum kann das Kennzeichen mit einem anderen Motorrad, einem Mofa oder auch einem Quad tauschen.

Die Regierung möchte mit der Neuerung nach dem Vorbild Österreichs Anreize zum Kauf eines sparsamen Zweitwagens schaffen. Allerdings gibt es in der Alpenrepublik einen Steuervorteil: Dort wird nur der jeweils dickste Wagen besteuert. Hierzulande ist von so etwas keine Rede …

Experten schätzen aber, dass die Versicherung möglicherweise günstiger werden könnte: Der ADAC wird Ende Juni mit einem entsprechenden Tarif auf den Markt kommen. „Es gibt unseres Wissens bisher noch keine konkreten anderen Angebote“, sagt Oesterle, „bei uns wird es definitiv günstiger.“

Wer auf Wechselkennzeichen wechseln möchte, muss zunächst aber blechen: Die Zulassung kostet laut ADAC etwa 65 Euro pro Wagen, dazu kommen die Kosten für die Nummernschilder.

„Ob sich das Wechselkennzeichen lohnt, muss im Einzelfall entschieden werden, sobald die genauen Tarife bekannt sind“, meint Oesterle. „Autofahrer können in Ruhe abwarten, wie sich die Angebote entwickeln.“


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Schlagwörter: Verkehr Recht

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