Leistungsschau der Zulieferer

Säule revolutioniert Auto-Werkstätten


Unternehmen der hessischen Metall- und Elektro-Industrie präsentieren sich auf der Leitmesse der Automobilwirtschaft

Frankfurt. Das gute alte Ölkännchen, mit dem in der Werkstatt Motoröl nachgefüllt wird, gibt es zwar noch – auch im Produkt-Katalog von Samoa Hallbauer in Viernheim. Doch der europäische Marktführer für das Pumpen, Messen und Dosieren von Schmierstoffen und anderen Flüssigkeiten setzt zunehmend auf Elektronik.

„Die Zukunft gehört den elektronischen Systemen, auch bei den Profiprodukten für die Kfz-Werkstatt“, erklärt Geschäftsführer Albrecht Hallbauer auf der Fachmessse Automechanika in Frankfurt.

Miteinander ins Gespräch kommen

Stolz zeigt er die im Unternehmen entwickelte Profi-Servicesäule für die Öl- und Energieversorgung in einer Auto-Werkstatt.

„Sie bietet alles, was am Arbeitsplatz gebraucht wird, von Luft und Druckluft, Strom und Starkstrom bis zum Ölmanagersystem und einem Anschluss für eine Altölabsaugpumpe“, sagt Hallbauer. In Viernheim beschäftigt das Unternehmen 50 Mitarbeiter, weltweit hat die Gruppe rund 450 Beschäftigte.

Traditionell stellt das Unternehmen auf der Automechanika aus, der größten Fachmesse für die Automobilwirtschaft, die diesmal vom 11. bis zum 16. September stattfand. „Hier treffen wir auf die für uns wichtigen Entscheider und Mitarbeiter von Kfz-Werkstätten“, betont der Unternehmer.

Auch Ralf Großmann, Vertriebsmanager beim Automobilzulieferer Erich Jäger in Friedberg, schätzt die Messe zur Kundenpflege und um mit Interessenten ins Gespräch zu kommen. „Hier zeigen wir Neuheiten, wie unser CANbus-Steuergerät, das genau erkennt, ob die Beleuchtung an einem Fahrzeuganhänger durch LED-Lampen oder herkömmliche Leuchten erfolgt“, erläutert Großmann.

Technik für Schiffe und Flugzeuge

Der Zulieferer entwickelt technisch hochwertige Lösungen für Steckverbinder und Verkabelungen in Pkws und Nutzfahrzeugen. Von den weltweit rund 700 Beschäftigten arbeiten 65 am Stammhaus in Friedberg.
Begeistert ist Großmann vom internationalen Publikum der Messe: „Es sind sehr viele Asiaten zu Gast, vorrangig Chinesen, aber auch Inder und Mongolen.“

Internationale Kontakte pflegt auch Schenck RoTec aus Darmstadt. Der Weltmarktführer auf dem Gebiet der Auswucht- und Diagnosetechnik zeigt neue Systemlösungen zum schnellen Auswuchten von Turboladern. Die Kompaktmaschinen sollen die Wettbewerbsfähigkeit von Werkstätten bei der Instandsetzung von Turboladern stärken, ob es um Fahrzeuge, Schiffe oder Flugzeuge geht.

„Turbolader sind eine Schlüsselkomponente für den Bau verbrauchs- und emissionsarmer Motoren mit kleinen Hubräumen. Schon heute sind ein Drittel der 230 Millionen in Europa zugelassenen Fahrzeuge mit Turboladern ausgestattet“, so Vertriebsmann Johann Kogler.

Neben mittelständischen Unternehmen wie Schenck RoTec, Erich Jäger und Samoa Hallbauer sind auch Großkonzerne wie Continental auf der Automechanika vertreten. Mit 169.000 Mitarbeitern und 30 Milliarden Euro Umsatz ist Conti ein führender Automobilzulieferer.

Weltweit bietet er Weiterbildungsmaßnahmen für Kfz-Werkstätten an – mit dem Aftermarket TrainingsCenter. Center-Leiter Bert Lembens: „Neben den theoretischen Grundlagen, wie technischen Fragen, Gesetzen und Sicherheitsbestimmungen, legen wir großen Wert auf die Praxis.“

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Schlagwörter: Auto Investitionen

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