Urteil

Rutschgefahr: Warnung oft nicht nötig

Frisch gewischt: Da sollte man lieber langsam gehen. Foto: dpa

„Es muss nur vor Gefahren gewarnt werden, die ein sorgfältiger Benutzer nicht ohne Hinweis erkennen kann.“ Damit ist die Klage einer Mitarbeiterin abgeschmettert worden, die im Betrieb auf einer frisch gewischten Treppe gestürzt war. Wegen ihrer Verletzungen wollte die Frau von der Reinigungsfirma, die keine Warnschilder aufgestellt hatte, 10.000 Euro Schadenersatz. Vergeblich – laut Urteil war „ohne Weiteres“ zu erkennen, dass die Treppe feucht war (Oberlandesgericht Bamberg, 20. 3. 13, 6 U 5/13).

Genauso hatte das die Justiz nach einem Sturz in einem feucht gewischten Bürobereich gesehen. Eine Warnung ist aber zum Beispiel nötig, wenn Öl oder Bohnerwachs im Spiel sind (Oberlandesgericht Karlsruhe, 9. 3. 11, 7 U 43/10).


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang