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Nachwuchswettbewerb

RoboCups: Hier spielen Roboter Fußball

Die Bremer sind Europameister! Zumindest im RoboCup. Hier treten Roboter gegeneinander an. Was die Konstruktionen, die von Studenten entwickelt wurden, alles können müssen, lesen Sie hier.

Unhaltbar: Das Bremer Roboterteam auf dem Weg zum Tor. Foto: Uni Bremen/Tsogias

Unhaltbar: Das Bremer Roboterteam auf dem Weg zum Tor. Foto: Uni Bremen/Tsogias

Freude pur: Das Team B-Human feiert seinen Titel. Foto: Uni Bremen/Tsogias

Freude pur: Das Team B-Human feiert seinen Titel. Foto: Uni Bremen/Tsogias

Siegertyp: Roboter mit Pokal und Plüschtier. Foto: Uni Bremen/Tsogias

Siegertyp: Roboter mit Pokal und Plüschtier. Foto: Uni Bremen/Tsogias

Der Gegner aus Leipzig war dribbelstark, stieß häufig in die Bremer Spielhälfte vor, blieb aber immer wieder an der bärenstarken Abwehr des Teams aus der Hansestadt hängen.

Und so holten die Roboterfußballer des Teams B-Human bei den RoboCup Europa-Meisterschaften in Eindhoven mit einem klaren 5:0-Sieg erneut den Titel in der Standard Platform League. Seit acht Jahren sind die Maschinenkicker von der Weser inzwischen auf europäischer Ebene ungeschlagen. Das gemeinsame Team der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) besteht aktuell aus 27 Studenten und zwei Betreuern.

In der Standard Platform League wird mit sogenannten humanoiden Robotern des Modells NAO der französischen Firma Aldebaran Robotics gekickt. Alle Teams verwenden dasselbe Modell, der Unterschied liegt allein in der Programmierung.

Die Roboter müssen den Pfiff des Schiedsrichters erkennen und losrennen

Die Software muss vieles können: die Umgebung erkennen, Entscheidungen fällen und diese dann gemeinsam umsetzen. Jeweils fünf Roboter spielen in einer Mannschaft. Bei der diesjährigen Europameisterschaft hatten die Organisatoren zwei neue, schwere Hürden aufgebaut. So wurde jeder Anstoß von den Schiedsrichtern mit Trillerpfeife angepfiffen. Die Roboter mussten den Pfiff erkennen, um zu wissen, dass es losgeht. Zum anderen war der Ball schwarz-weiß statt wie bisher orange.

Die Erstplatzierten meisterten die neuen Regeln

Dass die Feldmarkierungen und Tore ebenfalls schwarzweiß waren, machte es den Robotern noch schwerer, den Ball zu erkennen. Die drei Erstplatzierten B-Human, Nao-Team HTWK aus Leipzig und Nao Devils aus Dortmund hatten mit dieser Regeländerung weniger Probleme als das restliche Feld.

Die Bremer, übrigens amtierender Vizeweltmeister, hatten damit keine Schwierigkeiten. Grund genug, voller Optimismus zur Weltmeisterschaft nach Leipzig zu fahren, die Ende Juni ausgetragen wird.

Der RoboCup ist eine internationale Initiative zur Förderung der For-schung in den Bereichen künstliche Intelligenz und Robotik. Ziel ist es, bis zum Jahr 2050 ein Team von autonomen, humanoiden Robotern zu entwickeln, das in der Lage ist, den zu diesem Zeitpunkt amtierenden menschlichen Fußballweltmeister zu schlagen.


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