Wirtschaftslexikon

Rezession

Wenn die Leistung einer Volkswirtschaft sinkt, spricht man von einer Rezession. Nach der Definition von Ökonomen handelt es sich um eine Rezession, wenn sich das Bruttoinlandsprodukt zwei Quartale in Folge verglichen mit dem jeweiligen Vorjahreszeitraum verringert.

Die Rezession ist die Phase des Abschwungs im Zyklus der Konjunktur. Sie gehört zu den regelmäßigen Schwankungen der wirtschaftlichen Tätigkeit und erreicht ihren Tiefpunkt in der sogenannten Depression.

Langlebige Konsumgüter wie Autos verkaufen sich in dieser wirtschaftlich schwachen Periode besonders schlecht. Denn die Zahl der Arbeitslosen steigt, und die Menschen schauen aus Sorge um die wirtschaftliche Zukunft genau aufs Geld – und verschieben teure Käufe. Hersteller von Verbrauchsgütern für den Alltag wie Duschgel oder Waschmittel haben deutlich weniger Absatzprobleme.

Kauf und Ersatz von Maschinen werden verschoben

Am stärksten trifft eine Rezession Unternehmen, die Investitionsgüter herstellen – zum Beispiel Maschinen. Denn die Nachfrage nach diesen Produkten ist besonders konjunkturabhängig. Im Aufschwung wird kräftig investiert – begünstigt von einer steigenden Auslastung der Produktionskapazitäten und meistens niedrigen Zinsen. Sehen die Absatzprognosen wieder schlechter aus, müssen die Kapazitäten reduziert werden. Unternehmen kaufen dann nicht mehr zusätzliche Maschinen – und ersetzen zudem nicht alle alten Anlagen.


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