Was man vor dem Ruhestand tun und wissen sollte

Rentner werden – leicht gemacht


Stuttgart. Im Ruhestand gibt’s die Rente – logo. Aber nicht etwa vollautomatisch: „Man muss sie beantragen, das sollte man sicherheitshalber ein paar Monate vor dem geplanten Rentenbezug erledigen“, sagt Gerhard Schmid, Fachanwalt für Arbeitsrecht in der Stuttgarter Kanzlei RVR, „ein normaler Brief genügt.“

Was aber automatisch endet, ist das Arbeitsverhältnis: Kündigung oder Aufhebungsvertrag sind laut Schmid normalerweise nicht nötig. Ist in einem unbefristeten Vertrag vom „65. Geburtstag“ (oder dem entsprechenden Datum) die Rede, ist das egal – der Vertrag gilt weiter bis zur Regelaltersgrenze. Im Jahr 2013 liegt sie bei 65 Jahren und zwei Monaten.

Eine Vergünstigung gibt es für „besonders langjährig Versicherte“: Mit 45 Jahren auf dem Rentenkonto darf man schon am 65. Geburtstag ohne Abschläge in den Ruhestand gehen.

Um die Sozialbeiträge muss man sich als Rentner nicht groß kümmern. „Die Rente ist schon um die Beiträge zur Kranken- und zur Pflegeversicherung gekürzt“, sagt der Anwalt.

Eine jährliche Last bleibt für die meisten erhalten – die Steuererklärung ...

Anders bei der Steuer. „Vom Facharbeiter aufwärts muss man in der Regel eine Steuererklärung abgeben“, so Schmid (wie der Freibetrag errechnet wird, finden Sie hier auf AKTIVonline: www.aktiv-online.de/steuern).

Übrigens: Normale Altersrentner dürfen verdienen, so viel sie möchten, ohne dass ihre Rente deshalb gekürzt wird. Für Frührentner gelten da allerdings strengere Regeln.

Übrigens

Man kann früh für Klarheit sorgen

Schon lange vor dem 60. Geburtstag kann man den eigenen „Versicherungsverlauf“ abfragen – und prüfen, ob alle relevanten Zeiten korrekt verbucht sind.

Dafür gibt man einfach seine Rentenversicherungsnummer auf der amtlichen Seite bit.ly/Renteninfo ein, die erwünschte Auskunft kommt dann per Post.

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