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Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein Teil des deutschen Sozialversicherungssystems. Ihr Zweck ist in erster Linie, ein regelmäßiges Einkommen nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zu sichern. Renten werden aber auch gezahlt, wenn Beschäftigte nur noch vermindert erwerbsfähig sind – zum Beispiel wegen Krankheit. Außerdem gibt es Renten an Hinterbliebene der ehemaligen Beitragszahler.

Finanziert wird die Rente im sogenannten Umlageverfahren. Das heißt, die aktuellen Beitragszahler kommen dafür auf, dass diejenigen, die im Ruhestand sind, eine Rente erhalten. Damit erwerben die Zahler einen Anspruch darauf, später selbst Rente zu bekommen. Die Arbeitgeber teilen sich mit den versicherungspflichtig Beschäftigten die zu leistenden Beiträge je zur Hälfte.

Daneben wird die Rentenversicherung auch mit Zuschüssen aus dem Bundeshaushalt finanziert – und somit mit Steuern. So soll die Rentenkasse abgesichert und entlastet werden. Außerdem gibt es unter anderem Zuschüsse für Zeiten der Kindererziehung, die ebenfalls Rentenansprüche begründen.

Wer früher in den Ruhestand geht, muss einen Abschlag hinnehmen

Wie viel Rente man bekommt, hängt vor allem davon ab, wie lange Beiträge eingezahlt werden und wie hoch sie sind. Wer vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in den Ruhestand geht, muss einen Abschlag hinnehmen – und zwar von 0,3 Prozent für jeden Monat, den er vorzeitig ausscheidet – und das ein Leben lang. Möglich ist vorzeitiges Ausscheiden ab dem 63. Geburtstag.

Seit 2012 steigt das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre. So musste der Jahrgang 1947 nach dem 65. Geburtstag einen Monat länger arbeiten, um ohne Abschläge in Rente gehen zu können. Die im Jahr 1964 Geborenen werden die Ersten sein, die dafür bis 67 im Job bleiben. Wer allerdings mindestens 45 Jahre lang Beiträge gezahlt hat, kann nach wie vor im Alter von 65 abschlagsfrei in den Ruhestand gehen.


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