Wirtschaftslexikon

Rendite

Die Rendite ist der Ertrag einer Anlage oder Investition. In der Regel wird sie auf ein Jahr berechnet und in Prozent des eingesetzten Kapitals angegeben. Ihre erwartete Höhe ist die zentrale Kennzahl für Anlage- oder Investitionsentscheidungen. Sie gibt unter anderem an, ob sich ein Geschäft überhaupt lohnt. Und die Rendite macht Alternativen miteinander vergleichbar.

Unternehmen berechnen zum Beispiel vor größeren Investitionen die zu erwartende Rendite. Sie berücksichtigen etwa, welche Erträge mit einer neuen Produktionsanlage erwirtschaftet werden können oder welche Kosten mit einer neuen Maschine einzusparen sind.

Für Geldanlagen, also zum Beispiel für das Guthaben auf einem Festgeldkonto, gibt es ebenso eine Rendite: den Zins. Er wird zwischen einer Bank und ihren Kunden meistens vorab festgelegt.

Mehr Rendite bedeutet in der Regel auch mehr Risiko

Auch für den Handel mit Wertpapieren ist die Rendite von Bedeutung. Für Anleihen etwa ergibt sie sich aus zugesicherten Zahlungen und deren Verhältnis zum aktuellen Kurs. Die durchschnittliche Rendite aller gehandelten inländischen festverzinslichen Wertpapiere heißt Umlaufrendite.

Geht es um Aktien, sprechen Experten auch von der Dividendenrendite. Die Dividende ist die Gewinnbeteiligung der Eigentümer eines Unternehmens. Viel aussagekräftiger ist jedoch die sogenannte Aktienrendite, die zusätzlich auch die Kursentwicklung des Wertpapiers berücksichtigt. Ein späterer Verkaufsgewinn wird dabei als Ertrag auf das zum Aktienerwerb eingesetzte Kapital gewertet.

Grundsätzlich gilt für Renditen, dass mit ihrer Höhe das Risiko einer Kapitalanlage zunimmt. Wo stark steigende Aktienkurse möglich sind, drohen auch heftige Abstürze. Und wer für seine Geldanlage hohe Erträge kassiert, kann das nur aus einem Grund: Der Schuldner hätte zu einem niedrigeren Zinssatz zu wenige andere Geldgeber gefunden – vermutlich aus gutem Grund.


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