Warum eigentlich …

… reißen die feinen Angelleinen nicht?


Foto: Stevenson

Endlich – der Fisch zappelt am Haken. Jetzt muss er nur noch aus dem Wasser! Also los und die Angelleine einholen. Obwohl sie so hauchzart aussieht, hält sie allerhand aus. Wie kommt das?

Manchmal trennt nur ein äußerst haltbarer Kunststoff-Faden mit einem Durchmesser von gerade einmal 0,10 Millimetern die Beute von der Freiheit. „Wir stellen unsere Leinen als Monofile her, also nur aus einem einzigen Polyamid-Faden“, erklärt Günter Muckenfuß, Experte für Angelleinen bei Hahl Filaments in Munderkingen. Dort ist man auf Kunststoff-Fasern spezialisiert.

Bei der Herstellung wird das Polyamid-Granulat auf mehr als 250 Grad Celsius erhitzt, als zähflüssige Masse durch feine Spinndüsen gepresst und im Wasserbad weiter bearbeitet. Reißfest werden die Fäden durch die sogenannte Verstreckung: Sie werden gereckt und fixiert, dabei ordnen sich die Makromoleküle parallel an und knüpfen spezielle Bindungen.

Tipp: „Man muss die richtige Angelleine auswählen“, rät der Experte. „Mit einer 0,15-Millimeter-Leine kann man keine Karpfen angeln!“ Hier sind 0,35 Millimeter richtig. Das Unternehmen stellt Leinen in verschiedenen Stärken von 0,10 bis 1,0 Millimeter her.

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang