Tipp der Woche

Recht und billig


Gang zum Anwalt anno damals: Ein Bild aus dem „Ständebuch“ von 1568. Heute setzen wir uns erst mal an den PC ... Foto: Ullstein

Günstiger erster Schritt auf dem Weg zum Anwalt: die Online-Beratung

Wer verhilft mir zu meinem Recht? Klar: notfalls – der Anwalt. Allerdings scheuen viele Bürger vor diesem Schritt zurück, nicht zuletzt wegen der Gebühren. Um die zu riskieren, sollte man ja zumindest ahnen, ob man tatsächlich im Recht ist! Dafür gibt es inzwischen günstige und schnelle erste Hilfe: juristische Online-Portale.

Schon für etwa 20 bis 60 Euro, je nach Anbieter, liefern sie recht fundierte Informationen zum  persönlichen Fall.

Fragen ins Netz stellen

Auf Seiten wie zum Beispiel frag-einen-anwalt.de stellt man als Nutzer seine Rechtsfrage ein – und schreibt dazu, wie viel man für eine Antwort bezahlen würde. Daraufhin meldet sich oft bald ein Anwalt mit der passenden Auskunft.

Anders bei anwalt.de – dort stellt man die Frage und bekommt dann ein Angebot. Wenn man den Preis akzeptiert, folgt kurze Zeit später die Antwort.

Das sind zwei gängige Varianten, im Netz mit einem Anwalt zusammenzukommen. Die Spezial-Portale bieten oft auch eine – kostenpflichtige – Telefon-Beratung an.

Peggy Fiebig, Pressesprecherin der Bundesrechtsanwaltskammer, erklärt dazu: „Den Kunden muss klar sein, dass sie online meist nur eine erste grobe Einschätzung erhalten. In der Kürze einer E-Mail oder eines Telefonats kommt ja vielleicht nicht alles zur Sprache, was den Fall eigentlich ausmacht.“

Antworten im Archiv finden

Man sollte sich also etwas Zeit nehmen, um die eigene Frage zu formulieren. Und natürlich kann auch der erste Eindruck schon Geld sparen – beispielsweise, wenn der Anwalt glasklar raten kann: „Finger weg, das wird sonst teuer!“

Im Zweifelsfall kann man ja noch das Urteil eines zweiten Anbieters abfragen.

Oft sind einige Antworten der Anwälte auf Fragen anderer Nutzer auf den Seitenveröffentlicht: So kann man einen Eindruck davon gewinnen, ob der betreffende Anwalt für den Laien verständlich formulieren kann und ob er ähnliche Themen schon bearbeitet hat. Mit etwas Glück findet sich sogar schon eine passende Antwort zur eigenen Frage im Archiv!

Übrigens: Auch bei den unabhängigen Verbraucherzentralen (www.vzbv.de) bekommt der Bürger guten Rat – zunächst in Form der Hilfe zur Selbsthilfe.

www.advogarant.de

www.answer24.de

www.anwaeltedirekt.de

www.anwalt.de

www.anwalt-onlineservice.de

www.deutsche-anwaltshotline.de

www.frag-einen-anwalt.de

Info: Guter Service für Mitglieder

Einige Organisationen geben Rechtsbeistand in ihrem Betätigungsfeld – und das ist für die Mitglieder oft kostenlos. Beispiele dafür sind der Mieterbund, der ADAC, der Eigentümerverband Haus & Grund oder der Sozialverband VdK.

„Auch hier sind in der Regel Anwälte tätig, die schnell und kompetent Auskunft geben können“, urteilt die Bundesrechtsanwaltskammer. Denn diese Experten kennen sich im speziellen Thema ihrer Organisation oft sehr gut aus.

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