Fahrradanhänger

Raus mit Euch!


Junge Eltern setzen auf Familiensport. Moderne Anhänger machen das möglich

Köln. Sie sind die Hochleistungssportler des Alltags. Joggende Mütter mit Kindern im Anhänger, wandernde Väter mit Baby auf dem Rücken.

Wer entsprechend ausgerüstet ist, muss wegen des Nachwuchses auf seine Hobbys nicht verzichten: Wandern, Radfahren, Walken, Rollerbladen und Skifahren. Alles ist drin, ob mit dem Säugling oder dem Kleinkind, ob im Sommer oder im Winter.

Sie heißen Croozer, Chariot, Burley oder Ritschie, werden gezogen und geschoben, auf dem Radweg oder im Geschäft. Und es werden immer mehr.

Sicherer als ein Fahrradsitz

Im vergangenen Jahr verkaufte der in Europa führende Anhänger-Vertrieb „Zwei plus Zwei“ 34.000 Kinderanhänger deutschlandweit und verzeichnet damit Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich.

Experten führen die steigenden Verkaufszahlen auf ein  verändertes ökologisches und ökonomisches Bewusstsein zurück. Das Auto bleibt in der Garage, man spart Sprit- und Parkplatzkosten. „Seit der Wirtschaftskrise investieren die Kunden zudem zunehmend in hochwertige und langlebige Produkte“, so Reiner Kolberg von „Zwei plus Zwei“.

Auch beim Zweirad-Industrie-Verband ist dieses Krisenphänomen zu spüren: 2009 produzierte die Branche zwar 7 Prozent weniger Fahrräder, machte mit 642 Millionen aber 27 Millionen Euro Umsatz mehr als 2008. „Der Trend geht zum Fachhändler“, heißt es.

Wer bei der Nutzung von Anhängern um die Sicherheit der Kinder fürchtet, kann aufatmen. Ein Test des Bundesamtes für Straßenwesen hat ihnen eine höhere Sicherheit attestiert als den üblichen Fahrradsitzen. Dennoch sollten die kleinen Passagiere einen Helm tragen und natürlich angeschnallt werden.

Ein Kindertransporter, mit dem man gleich mehrere Sportarten treiben kann, ist zum Beispiel der multifunktionale Chariot. Neben den beliebten Funktionen als Fahrradanhänger und Jogger kann er zum Beispiel auch mithilfe von Bauchgurt und Gestänge zum Wandern oder Walken eingesetzt werden. Mit dem passenden Ski-Set kann der Wintersportfreund den Chariot auch zum Schlitten verwandeln.

Mit dem Kleinkind auf den Gipfel

Wer etwas höher hinaus will, nimmt sein Kind einfach in einem Tragerucksack mit.

Ausrüstungshersteller setzen zunehmend auf Familiensport und optimieren ihre Tragesysteme kontinuierlich.

Viel Stauraum, Fußstützen, gepolsterte Sicherheitsgurte und ein verstellbares Sonnen- und Regendach machen eine Tour für alle bequem.

Mit dem Nachwuchs müssen Wanderfreunde ihre Tageskilometer zwar etwas reduzieren, erleben dafür aber die Natur mit ihren Kindern gemeinsam.

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