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Schon mehr als zwei Millionen Deutsche fahren mit DriveNow, Car2Go & Co.

Raus aus der Nische! Carsharing ist längst zu einem dicken Geschäft geworden

Carsharing kommt immer mehr in Fahrt: Jetzt steigt auch der Autozulieferer Bosch ins Verleihgeschäft ein – mit elektrischen Lasteseln für den Großeinkauf beim Baumarkt. Was sich auf dem Markt so alles tut, lesen Sie hier.

Anbieter DriveNow: Er will sich mit dem Konkurrenten Car2Go zusammenschließen. Foto: DriveNow

Anbieter DriveNow: Er will sich mit dem Konkurrenten Car2Go zusammenschließen. Foto: DriveNow

Berlin. Bretter, Regale, Farbeimer, eine Leiter – Großeinkauf beim Baumarkt: Doch wohin mit dem Zeug? In den Kofferraum? Zu klein. Macht nichts, heißt es bald bei einigen Toom-Märkten. Dann nehmen Sie halt unser großes Auto!

Im Dezember starten zunächst fünf der Baumärkte zusammen mit dem Autozulieferer Bosch einen neuen Carsharing-Dienst: Kunden können via Smartphone-App einen elektrischen Lastesel der Marke Streetscooter stundenweise ausleihen – in Heidelberg, Berlin, Frankfurt, Leipzig und Troisdorf bei Köln. Die Autos haben eine Reichweite von bis zu 230 Kilometern.

Das Beispiel macht deutlich, wie Carsharing immer mehr Fahrt aufnimmt. Es ist längst nicht mehr nur etwas für junge Leute – oder Ökos, die ansonsten lieber Rad fahren.

DriveNow, Car2Go & Co: Zahl der Nutzer ist um fast ein Viertel gestiegen

Anfang des Jahres nutzten laut Bundesverband Carsharing schon 2,1 Millionen Deutsche die Angebote der Verleiher, fast ein Viertel mehr als 2016. „Dies zeigt, dass wir die Nische verlassen“, so Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Branchenverbands.

Das kurzfristige Ausleihen von Autos – ein wesentlicher Unterschied zur klassischen Autovermietung – liegt vor allem in Großstädten im Trend. Die Kommune mit der besten Versorgung ist Karlsruhe: Hier kommen auf 1.000 Einwohner 2,7 Leih-Fahrzeuge, deutlich mehr als im hippen Berlin, wo es lediglich 0,8 Autos je 1.000 Einwohner sind. 165 Firmen bieten Carsharing an, das Gros ist aber nur regional engagiert. Fast 18.000 Fahrzeuge umfasst die Flotte hierzulande.


Es gibt zum einen stationäre Verleiher, ähnlich wie klassische Mietfirmen. Zum anderen Free-Floating-Anbieter, auf die rund drei Viertel der Carsharing-Kunden entfallen: Die Autos dieser Firmen parken im Stadtgebiet verstreut. Man nimmt einfach den erstbesten Wagen in der Nähe und stellt ihn nach der Fahrt innerhalb der Stadtgrenzen wieder ab.

VW hat für 2019 einen eigenen Carsharing-Dienst angekündigt

Marktführer bei Letzteren sind Car2Go und DriveNow. Dahinter stecken Daimler beziehungsweise BMW. Weil das Geschäft bisher kaum Profite abwerfen dürfte, wollen sie sich zusammenschließen. Vorteil für die Kunden: Sie brauchen sich künftig nur einmal zu registrieren und haben die volle Auswahl, insgesamt 7.300 Autos. Es würde sich dann einen Fast-Monopolisten handeln. Dem wollen neue Anbieter einheizen: So hat VW für 2019 einen eigenen Carsharing-Dienst angekündigt.

Zusätzliche Konkurrenz ist Peer-to-Peer-Carsharing. Das läuft wie bei der Unterkunftsvermittlung Airbnb: Privatleute verleihen ihre ungenutzten Autos. Diesen Service bieten beispielsweise Drivy und Snappcar an.

Mehr zum Thema:

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aktualisiert am 07.11.2018

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