Textilindustrie

Rasantes Wachstum bietet Chancen


Die Bau-Industrie boomt: Im „Olympic Oval“ in Sotschi finden 2014 die Olympischen Winterspiele statt. Foto: dpa

Russland ist bei Technischen Textilien und Chemiefasern auf Importe angewiesen

Berlin. Über 17 Millionen Quadratkilometer Fläche, rund 140 Millionen Konsumenten. Russland ist ein Markt der Superlative. Eine Studie von Germany Trade & Invest, der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing, zeigt, wie groß der Markt für Chemiefasern und Technische Textilien ist.

Chemiefasern: Die Nachfrage wird bis Ende 2013 um ein Drittel wachsen, auf dann über 186.000 Tonnen. Die heimische Produktion kann gerade mal 46 Prozent dieses Bedarfs decken. Der Rest wird importiert.

Automobilbau: Russland ist der zweitgrößte Automarkt Europas und hat damit immensen Bedarf an Technischen Textilien: Zum Beispiel für Sitzbezüge, Armaturenbretter oder Dachhimmel.  Die heimische Zuliefer-Industrie kann nur einen Teil liefern. Im vergangenen Jahr wurden 2,7 Millionen Autos verkauft. 2015 wird die Kfz-Eigenproduktion von zwei Millionen Fahrzeugen um eine Million steigen.

Medizintechnik: In allen 83 Regionen des Landes werden momentan Krankenhäuser neu ausgestattet. Bis jetzt gingen 50 Milliarden Euro in den Gesundheitssektor. Gefragt sind auch textile Stents für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Gefäßen.

Straßen- und Wohnungsbau: Nur Neubauten sind in Russland wärmegedämmt. Die Sanierung von Altbauten bietet demnach ein „riesiges Potenzial für Technische Textilien“, so Thomas Muhler, Chef der Baufirma Office Expert.

Im Straßenbau, ein Einsatzfeld für Geotextilien, wird in den nächsten Jahren kräftig investiert. Allein in Moskau will die Stadtregierung bis 2016 rund 280 Kilometer Straßen ausbessern, 78 Straßenübergänge anlegen und 28 Fußgängertunnel bauen. Das hängt auch mit der Fußballweltmeisterschaft 2018 zusammen. Dafür entstehen Hotels und 16 neue Stadien.

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