Rente

Privat vorsorgen wird jetzt einfacher

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Beliebt ist sie nicht gerade, die private Altersvorsorge: Immer weniger Bürger wollen sich für eine sichere Versorgung im Alter einschränken, ergab eine repräsentative Studie der Postbank. Die Ausgaben derer, die privat vorsorgen, sind zuletzt sogar auf den niedrigsten Stand seit 2005 gefallen.

Im Folgenden lesen Sie die wichtigsten Neuerungen des Altersvorsorge-Verbesserungsgesetzes, das am 1. Juli in Kraft getreten ist:

Mehr Durchblick im Dschungel der Angebote

Das richtige Vorsorge-Modell zu finden, ist schwierig: Fondsgebundene Rentenversicherung, Banksparplan, Pensionskasse, oder Wohndarlehen? Künftig müssen die Anbieter für jede Produktgruppe ein eigenes Informationsblatt zur Verfügung stellen, das immer gleich aussieht. Darauf steht das Wichtigste kurz und einfach. Zum Beispiel, welche Kosten entstehen, wie hoch das Anlage-Risiko ist und welche Rendite zu erwarten ist. Der Vergleich verschiedener Angebote wird damit leichter.

Verbesserungen beim „Wohn-Riestern“

Die Riester-Förderung kann man auch zur Finanzierung von Wohneigentum nutzen: Diese Möglichkeit gibt es seit 2008. Jetzt wird das „Wohn-Riestern“ flexibler. Das Kapital aus dem Vertrag durfte bisher nur für den Erwerb, den Bau oder die Entschuldung der eigenen vier Wände genutzt werden – nun ist auch eine Modernisierung mit staatlicher Geldspritze drin. Voraussetzung: Die Umbauten müssen dazu führen, dass Barrieren abgebaut werden, etwa für Behinderte und Ältere. Künftig darf man außerdem schon in der Ansparphase jederzeit Kapital entnehmen. Das war bislang nur bei speziellen „Kombi-Verträgen“ möglich.

Steuerersparnis mit der Berufsunfähigkeitsversicherung

Beiträge zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollen sich künftig besser von der Steuer absetzen lassen. Bisher bringen sie für den normalen Arbeitnehmer kaum Steuervorteile, denn die Höchstgrenze bei den „anderen Versicherungen“ (1.900 Euro) wird meist schon von den Beiträgen zu Kranken- und Pflegeversicherung erreicht. Nun können die Beiträge für bestimmte Berufsunfähigkeitsversicherungen im Rahmen der „Altersvorsorge-Aufwendungen“ gesondert abgesetzt werden. Allerdings gilt das nicht für Altverträge, denn die Police muss extra dafür zertifiziert sein.

Altersvorsorge für Arbeitnehmer – kompakt erklärt: Altersarmut sorgt für politischen Wirbel. Dabei müssen die meisten Arbeitnehmer davor keine Angst haben. Aber um den Lebensstandard zu halten, muss man zusätzlich vorsorgen. Wie, lesen Sie hier auf AKTIVonline.


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