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OPEC

In der Gruppe der OPEC (Organization of the Petroleum Exporting Countries) sind zwölf ölexportierende Staaten organisiert. Zu ihnen gehören die fünf Gründungsmitglieder Saudi-Arabien, der Irak, Iran, Kuwait und Venezuela. Sie haben sich 1960 in Bagdad zusammengeschlossen. Der Sitz der Organisation ist Wien.

Ziel der OPEC ist es, die Ölförderpolitik ihrer Mitgliedsstaaten zu koordinieren und zu vereinheitlichen. Derzeit kontrollieren die Länder nach eigenen Angaben zusammen etwa 40 Prozent der Ölförderung und 80 Prozent der bekannten globalen Ölreserven. Mit dieser Marktmacht haben sie Einfluss auf das weltweite Ölangebot und damit auf die Preise.

Öl ist eine Waffe der Politik

Die Macht des Förder-Kartells ist heute allerdings nicht mehr so groß wie noch vor Jahrzehnten. 1973 etwa, zu Beginn der ersten Ölkrise, förderten die OPEC-Staaten noch 55 Prozent des weltweiten Öls. Als sie aus Protest gegen die westliche Unterstützung Israels im Jom-Kippur-Krieg die Förderung drosselten, vervierfachte sich der Öl-Preis innerhalb eines Jahres.

Aber nicht nur der geringere Anteil an der weltweiten Fördermenge macht es den OPEC-Staaten heute schwerer, die Preise zu bestimmen – und Öl auch als politische Waffe einzusetzen. Denn die Länder sind zerstrittener als früher und orientieren sich politisch in andere Richtungen. Während wichtige Förderländer wie Venezuela und der Iran die offene Konfrontation mit demokratischen Staaten suchen, sind Saudi-Arabien, Kuwait und der Irak Partner des Westens.


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